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Statt in die USA, die Schwimmnation Nummer eins, führt der Erfolgsweg von Jérémy Desplanches über Frankreich, wo er "traumhafte Bedingungen" vorfindet.

Auch Desplanches trug sich mit dem Gedanken, vielleicht den Wechsel in die USA zu wagen. Allerdings nur, bis er im Dezember 2012 anlässlich seiner ersten Kurzbahn-EM erstmals Fabrice Pellerin traf. Im Aufwärmbecken in Chartres wurde der damals 18-Jährige von Genf Natation Zeuge, wie sich der französische Erfolgscoach mit seinen Spitzenschwimmern Yannick Agnel und Camille Muffat - beide knapp vier Monate zuvor in London Einzel-Olympiasieger geworden - unterhielt.

Was er hörte und auch sah, gefiel Desplanches. In den Monaten danach reifte der Entschluss zur Gewissheit, den Schwimmsport aus einem anderen Blickwinkel sehen zu wollen und die Trainingsbasis nach Nizza zu verlegen. Dort, bei Olympic Nice Natation, trainiert Pellerin seit fast zwei Jahrzehnten die Gruppe der Elite-Schwimmer. Im April 2014 - nach Beendigung der Sportler-RS - stiess auch Desplanches dazu.

2000 km pro Jahr im Wasser

Es gäbe manch unangenehmeren Ort zum Leben als die Metropole an der Côte d'Azur. Das sei sicher ein schöner Nebeneffekt, gibt Desplanches zu, der in der Altstadt wohnt. Doch allzu viel Zeit, das Leben ausserhalb des Sports zu geniessen, bleibt dem Zeitmilitär-Spitzensportler bei wöchentlich bis zu zwölf Trainingseinheiten im Becken nicht.

Pro Jahr legt der Lagenspezialist wohl an die 2000 km im Wasser zurück - auch im internationalen Vergleich ein respektabler Wert. Trotzdem sagt Desplanches: "Die Intensität und Qualität - und nicht Quantität - steht im Vordergrund." Unter der Sonne Südfrankreichs trainiert es sich wohl leichter. Dafür vermisse er etwas die Berge und den Schnee, so der Schweizer Rekordhalter auf allen Lagendistanzen auf der Kurz- und Langbahn.

Auf seiner bevorzugten Strecke, den 200 m Lagen, hat sich Desplanches in den letzten zweieinhalb Jahren um mehr als sechs Sekunden gesteigert. Mittlerweile ist er bei 1:57,40 angelangt. Eine Marke, welche sich auch weltweit sehen lässt. Auf den besten Amerikaner verliert der Genfer heuer nur neun Zehntel, auf die Jahresweltbestzeit des Deutschen Philip Heintz ebenfalls nur 1,5 Sekunden. In der für die WM bereinigten Weltrangliste - in Budapest sind pro Nation und Disziplin jeweils zwei Schwimmer startberechtigt - ergibt dies den 6. Rang. Verständlich deshalb, wenn Desplanches sagt: "Bestätige ich am Mittwoch meinen Schweizer Rekord, dann ist der WM-Final möglich."

EM-Medaille und...

Von einer Medaille spricht er nicht. An Weltmeisterschaften, wo das Niveau mittlerweile vergleichbar hoch wie an Olympischen Spielen ist, wäre dies auch (noch) vermessen. Anders sieht es Desplanches hingegen bereits jetzt für Europameisterschaften: "Da ist es eine Zielsetzung von mir, eine Medaille zu gewinnen." Gelegenheit dazu bieten ihm die nächsten kontinentalen Titelkämpfe im August 2018 in Schottland.

...Top 5 an Olympia 2020

Seine Karriereplanung geht vorderhand bis ins Jahr 2020. Vor Olympia in Rio sagte er, er gebe sich bis Tokio Zeit, "um zur Crème de la Crème zu gehören". Um dies zu erreichen, sehe er sich dabei im Training nirgendwo anders als in Nizza, so Desplanches. "Hier ist es einfach traumhaft. Der Klub und der Trainer sind hervorragend." Auch für die nächsten Olympischen Spiele hat er bereits klare - und für einen Schweizer Schwimmer sehr hohe - Zielsetzungen: "Ich will in Tokio in die Top fünf."

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SDA-ATS