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ZSC-Stürmer Jérôme Bachofner gehört zu den Aufsteigern der Saison. Heute (ab 13.30 Uhr) dürfte er am Deutschland Cup in Krefeld gegen den Gastgeber sein Debüt im Schweizer Nationaldress geben.

Die Lions haben sich für die laufende Meisterschaft in der Offensive mit den Verpflichtungen von Denis Hollenstein, Simon Bodenmann und dem Tschechen Roman Cervenka nochmals massiv verstärkt. Umso erstaunlicher ist es, dass aktuell Jérôme Bachofner das Topskorer-Trikot beim Schweizer Meister trägt, ein 22-Jähriger, der vor dieser Spielzeit bloss 58 Mal in der höchsten Liga zum Einsatz gekommen ist und dabei fünf Tore sowie vier Assists produziert hat. Nun steht er nach 15 Partien bei sechs Treffern und vier Vorlagen, was ihm das erste Aufgebot fürs Nationalteam einbrachte.

Dennoch gibt sich Bachofner bescheiden: "Das Glück will, dass der Puck momentan zu mir kommt. Ich habe mein Spiel immer beibehalten, gehe dorthin, wo es weh tut, vors Tor, und kämpfe um jede Scheibe. Ich habe das Gefühl, dass der Knopf bei mir aufgegangen ist." Von ungefähr kommt der Leistungssprung aber nicht. So absolvierte er in der Vorbereitung am Freitag eine Spezialeinheit für die Beine, was sich positiv aufs Schlittschuhlaufen auswirkte. Für ein optimaleres Krafttraining liess er den gesamten Körper scannen. Den Schuss verbesserte er dank spezifischem Training.

Ausserdem spürt er "viel mehr" Vertrauen des Trainers. "Wenn ich einen Fehler mache, werde ich nicht gleich zur Seite geschoben. Es wird mir gezeigt, wie ich es besser machen soll", erklärte Bachofner. Potenzial zur Steigerung sieht er noch in allen Bereichen, vor allem aber will er das defensive Spiel nicht vernachlässigen. "Von dort geht es dann nach vorne."

"Setze mich nicht unter Druck"

Wird er nun anders wahrgenommen? "Intern bin ich immer noch ich selber. Da spielt es keine Rolle, ob ich 20 Tore schiesse oder keines." Die höhere Aufmerksamkeit in den Medien blendet er so gut wie möglich aus. "Ich setze mich selber nicht unter Druck. Man kann auch gut spielen, wenn man während zwei, drei Spielen keinen Skorerpunkt erzielt. Am Ende ist es eine Teamleistung."

Bachofner ist jemand, der gerne lacht und für Spässe zu haben ist. Wenn es aber zählt, im Training oder im Match, legt er sofort den Schalter um. Zum Eishockey kam er durch einen Kollegen, dessen Mutter in Dübendorf Powerskating-Kurse gab. Das war im Alter von drei Jahren. Geradlinig nach oben verlief der Weg aber nicht. Bei den Elite-Novizen schaffte er es zunächst nicht ins Team der ZSC Lions, sondern musste zu GC Küsnacht. Später wurde er vom ZSC für einige Partien zu den Elite-B-Junioren geschickt. Dennoch debütierte er am 14. Februar 2014 im Alter von 17 Jahren in der NLB (heute Swiss League), in der NLA (heute National League) durfte er erstmals im Dezember des gleichen Jahres auflaufen.

Tattoos als Sucht

Neben dem Eishockey schloss er eine Ausbildung als Auto-Spengler ab. "Es waren harte vier Jahre, die mich aber auf eigene Beine gestellt haben", sagte Bachofner. Spezifische Hobbys hat er keine. Enorm wichtig ist ihm die Familie, er liess sich die Namen und Geburtsdaten seiner Eltern, dem Bruder und dem Freund seiner Mutter tätowieren. Letzterer sei seit zwölf Jahren sein zweiter Vater und verstehe sich mit seinem richtigen Vater ausgezeichnet, so Bachofner."Das ist cool".

Mittlerweile sind einige Tattoos dazukommen, diese sind für ihn zu einer Sucht geworden, die er nach der Saison weiter ausleben wird. Auf dem Unterarm steht beispielsweise: "Mach, was du für richtig hältst, hör nicht auf die anderen, es ist deine eigene Entscheidung." Bachofner stellte aber klar: "Das soll nicht arrogant rüberkommen. Es ist mein Lebensstil, dass ich das mache, was ich für richtig halte." Weiter bezeichnet er sich als Kämpfer, "nicht nur im Eishockey, sondern im Allgemeinen." Und er verliert nicht gerne, das gilt nicht nur für den Sport. "Dann kann auch mal etwas kaputt gehen", so Bachofner. Bleibt zu hoffen, dass es für ihn nach dem Debüt im Nationaldress gegen Deutschland keinen Grund dafür gibt, impulsiv zu werden.

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SDA-ATS