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Die japanische Regierung lässt den Plan für einen weiteren Ausbau der Atomenergie fallen. Ministerpräsident Naoto Kan sagte am Dienstag auf einer Pressekonferenz, Japan müsse nach der Fukushima-Katastrophe seine langfristige Energiepolitik vollständig neu überdenken.

Ursprünglich hatte die Regierung geplant, den Anteil der Atomenergie an der gesamten im Land produzierten Energie von derzeit 30 Prozent auf 50 Prozent zu steigern. Neben Atomstrom und den Ölimporten sollen künftig erneuerbare Energien die dritte Säule der Energiepolitik werden, sagte Kan.

Die bisherige Planung hatte einen Anteil von erneuerbaren Energien an der Stromversorgung des Landes von 20 Prozent vorgesehen. Diese Planung werde nun überarbeitet, kündigte der Regierungschef an.

Kan erklärte ausserdem, er werde ab Anfang Juni auf einen Teil seines Gehalts verzichten. Dies gelte so lange, bis die Krise in Fukushima gelöst sei. Gemeinsam mit dem Betreiber des durch das schwere Erdbeben beschädigte Atomkraftwerk Fukushima trage die Regierung wegen ihrer Energiepolitik eine grosse Verantwortung für den Atomunfall, sagte Kan.

Weniger Lohn für AKW-Manager

Kurz zuvor hatte der Betreiber der Atomruine in Fukushima angekündigt, seinen Managern die Gehälter noch weiter zu kürzen. Der Chef des Atomkonzerns Tepco, Masataka Shimizu, sagte, die Bezüge noch stärker als bisher zu kürzen und weitere Anlagevermögen des Konzerns abzustossen.

Sein Unternehmen verfolge energische Umstrukturierungen, hiess es. Zugleich bat Shimizu die Regierung angesichts mangelnder Kapitaldeckung offiziell um Unterstützung bei der finanziellen Entschädigung der Opfer.

Rückkehr in Sperrzone

Derweil kehrten erstmals Bewohner der Sperrzone um das havarierte AKW mit staatlicher Genehmigung kurzzeitig in ihre Häuser zurück. Mit einem Regierungsbus wurden die in weisse Schutzanzüge, Brillen und Handschuhe gekleideten Flüchtlinge aus dem Dorf Kawauchi in die 20 Kilometer um die Atomruine verhängte Zone gebracht, wie lokale Medien berichteten.

Während ihres zweistündigen Aufenthalts trugen die 92 Bewohner eine 70 mal 70 Zentimeter grosse Plastiktasche mit sich, mit der sie Habseligkeiten wie Fotos oder Unterlagen einsammeln konnten.

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SDA-ATS