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Japan hat rund um das havarierte AKW Fukushima eine Sperrzone mit einem Radius von 20 Kilometern eingerichtet. Ministerpräsident Naoto Kan erklärte bei einem Besuch in Fukushima, die Region um das AKW dürfe niemand ohne staatliche Genehmigung betreten.

Die Regelung diene dem Schutz vor radioaktiver Strahlung und der Verhinderung von Diebstählen, hiess es. Im Falle eines Verstosses droht demnach eine Strafe von bis zu 100'000 Yen (etwas mehr als 1000 Franken) oder bis zu 30 Tagen Haft. Die Sperrzonen-Regelung sollte in der Nacht auf Freitag in Kraft treten.

Die 20-Kilometer-Zone um das AKW galt zwar schon zuvor als Evakuierungszone - es gab jedoch kein Verbot, es zu betreten. Rund 80'000 ehemalige Bewohner, die das Erdbeben und den Tsunami vom 11. März überlebt haben, sind davon betroffen.

Immer wieder waren Flüchtlinge trotz der akuten Gefahr durch radioaktive Strahlen auf eigene Faust in ihre Wohngebiete zurückgekehrt, um Habseligkeiten zu holen.

Zutritt nur noch im Schutzanzug

Künftig ist es nur einer Person pro Haushalt erlaubt, das Gebiet für etwa zwei Stunden zu betreten. Die Menschen müssen dabei Schutzkleidung und ein Dosimeter tragen, erklärte Regierungssprecher Yukio Edano.

Sie sollen in Gruppen mit Bussen ins Sperrgebiet gebracht werden. Dies gilt allerdings nicht für Menschen, deren Wohnungen in einem Umkreis von drei Kilometern um das AKW liegen. Sie dürfen dieses Gebiet überhaupt nicht mehr betreten.

Kan besuchte die Provinz Fukushima, um Arbeiter in einem Zentrum für Atomkrisenmanagement aufzumuntern. Er kam mit Behördenvertretern und Flüchtlingen aus der Evakuierungszone zusammen, um die Einrichtung der Sperrzone zu diskutieren.

Strahlengrenzwert für Schulen

Derweil gilt für Schul- und Kindergartenkinder jetzt ein vorläufiger Grenzwert für die Strahlenbelastung. Schulen und Spielplätze dürften weiter benutzt werden, solange die Strahlendosis unter freiem Himmel nicht mehr als 3,8 Mikrosievert pro Stunde beträgt, hiess es aus dem Erziehungsministerium.

Kinder reagieren empfindlicher auf Strahlenbelastung als Erwachsene. Die Regierung kündigte auch an, die Muttermilch einiger Frauen auf eine Strahlenbelastung testen zu wollen.

Serie von Erdbeben vor der Nordostküste

Eine Serie von Erdbeben hat die Nordostküste Japans erschüttert. Das heftigste erreichte eine Stärke von 6,1, wie es auf der Internetseite der US-Erdbebenwarte hiess. Das Epizentrum lag etwa 60 Kilometer östlich der Hauptstadt Tokio.

Laut Zeugen schwankten in Tokio Gebäude. Zuvor waren bereits vier Beben vor der Ostküste der Hauptinsel Honshu registriert worden. Sie erreichten Stärken von 5,0 bis 6,0.

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SDA-ATS