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Tokio - In Japan haben die Behörden bei landesweiten Nachforschungen mehr als 230'000 im Melderegister gelistete Über-Hundertjährige entdeckt, die unauffindbar sind. Viele der Vermissten könnten bereits im Zweiten Weltkrieg oder während der Nachkriegswirren gestorben sein.
Dies teilte das Justizministerium am Freitag mit. Andere seien womöglich ausgewandert, ohne dass ihr Status im Register angepasst worden sei.
Auslöser der Nachforschungen waren mehrere in jüngster Zeit bekannt gewordene Fälle, bei denen Familien den Tod ihrer Angehörigen über Jahrzehnte verschleiert hatten, um deren Rente zu kassieren.
Unter anderem hatten Beamte in Tokio die mumifizierte Leiche eines Mannes entdeckt, dem sie eigentlich zum 111. Geburtstag gratulieren wollten - er lag bereits seit 30 Jahren tot auf seinem Bett. In einem anderen Fall hatte ein Mann seit mehr als einem Jahrzehnt die Leiche seiner Mutter versteckt, die in diesem Jahr angeblich ihren 104. Geburtstag feierte. In vielen Fällen bekamen die Angehörigen die Rente der Verstorbenen weiter.
Laut Justizministerium führen die Melderegister immer noch mehr als 77'000 Menschen, die heute mindestens 120 Jahre alt wären, sowie fast tausend angeblich über 150-Jährige. Die Regierung wies die lokalen Behörden nun an, die Namen von allen über 120-Jährigen aus dem Register zu löschen, die verschollen sind.
Nach Angaben des Justizministeriums haben die neuen Erkenntnisse kaum Auswirkung auf die Statistiken zur Lebenserwartung der japanischen Bevölkerung. Diese Zahlen basierten auf separaten Daten, die im Zuge nationaler Volkszählungen durch Hausbesuche erhoben würden.
Im Juli hatte das Gesundheitsministerium die Lebenserwartung für Frauen auf 86,44 Jahre beziffert, bei Männern liegt sie demnach bei 79,59 Jahren - dies ist Weltrekord.

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SDA-ATS