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Japanische Präfektur dankt Bundesrätin Leuthard für Schweizer Hilfe

Dieser Inhalt wurde am 07. Oktober 2009 - 13:31 publiziert
(Keystone-SDA)

Kobe - Die Regierung der Region um die japanische Stadt Kobe hat sich bei Bundesrätin Doris Leuthard für die Schweizer Hilfe bedankt. Nach dem Erdbeben vor 14 Jahren hatten Spezialisten aus der Schweiz mit Rettungshunden bei der Bergung von Überlebenden geholfen.
Die Katastrophe in der Präfektur Hyogo im Januar 1995 hatte über 6400 Menschen das Leben gekostet. An der Schweizer Hilfe habe sich die Region ein Beispiel genommen, sagte der Gouverneur von Hyogo zur Bundesrätin am Verwaltungssitz in Kobe. Hyogo habe Ende September drei Rettungshunde mit Führern ins indonesische Sumatra geschickt, um Hilfe nach dem dortigen Erbeben zu leisten.
Kobe ist die zweite Station von Doris Leuthard auf ihrer Reise in Japan. Den Morgen hatte sie noch in Tokio verbracht - und der stand ganz im Zeichen der Technik.
Zuerst erhielt die Bundesrätin eine Kostprobe japanischer Automobiltechnik: Der Präsident des Autoherstellers Mitsubishi präsentierte ihr ein Elektroauto - es hat den für den deutschsprachigen Markt unvorteilhaften Namen "i MiEV". Die Besucher aus der Schweiz konnten sich bei einer Probefahrt einen Eindruck von dessen Qualitäten verschaffen.
Mitsubishi möchte das Fahrzeug auch in der Schweiz testen und übergab deshalb einer Vertreterin des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) einen Brief mit der Bitte, acht Fahrzeuge für Schweizer Strassen zuzulassen.
Zweiter Programmpunkt war ein Besuch der renommierten Universität von Tokio. Von Interesse war dort die Robotik-Abteilung. Dass das Forschungsinstitut Roboter entwickelt, gründet auch auf dem demographischen Wandel Japans: Der Altersdurchschnitt wird immer höher, unter anderem weil das Land praktisch keine Einwanderung kennt.
Da dies viele Probleme mit sich bringt, setzt Japan auf Roboter: Sie sollen einfache Aufgaben wahrnehmen und damit die alternde Gesellschaft entlasten.

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