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Der demografische Wandel in Japan nimmt immer drastischere Formen an: Das auf Windeln spezialisierte Unternehmen Unicharm teilte am Freitag mit, es habe im vergangenen Geschäftsjahr erstmals mehr Windeln für Erwachsene als für Babys abgesetzt.

Dies sei seit Beginn der Produktion von Erwachsenen-Windeln 1987 noch nicht vorgekommen, sagte Unternehmenssprecher Kazuya Kondo, der keine absoluten Zahlen nennen wollte. Die Nachricht fiel mit dem Bekanntwerden einer neuen Berechnung zusammen, nach der das letzte japanische Kind statistisch gesehen am 5. Mai 3011 geboren wird.

Die umgekehrte Bevölkerungspyramide stellt die japanischen Behörden vor unlösbar erscheinende Aufgaben bei der Finanzierung von Renten und Gesundheitsausgaben. Derzeit liegt der Anteil der Über-65-Jährigen bereits bei 23 Prozent, im Jahr 2060 dürften es mehr als 40 Prozent sein.

Gestiegene Lebenserwartung

Die Lebenserwartung für Frauen liegt bereits bei mehr als 86 Jahren und dürfte bis 2060 auf mehr als 90 Jahre steigen, bei Männern im gleichen Zeitraum von knapp 80 auf mehr als 84 Jahre.

Der Wirtschaftswissenschaftler Hiroshi Yoshida von der Tohoku-Universität richtete eine "Bevölkerungsuhr" ein, auf der das allmähliche Aussterben der Japaner vor Augen geführt wird.

Am 1. Oktober 2011 gab es knapp 127,8 Millionen Japaner, ein Rückgang um 259'000 binnen Jahresfrist. Die Geburtenrate fiel 1975 unter den Schnitt von zwei Kindern pro Frau und liegt derzeit nur noch bei 1,35 Kindern pro Frau.

SDA-ATS