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Japans Regierungspartei laut Exit Polls vor klarem Sieg

Japans regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) von Ministerpräsident Shinzo Abe hat die Parlamentswahl gemäss Nachwahlbefragungen klar gewonnen. Zusammen mit dem Koalitionspartner Komeito dürfte sich Abes Partei erneut eine stabile Zweidrittelmehrheit im Unterhaus gesichert haben.

Das berichteten mehrere japanische Medien nach Schliessung der Wahllokale auf Basis von Nachwahlbefragungen. Der seit zwei Jahren amtierende Abe hatte die Wahl um zwei Jahre vorgezogen, um seine "Abenomics" genannte Wirtschaftspolitik absegnen zu lassen.

Mit dem erwarteten Sieg hätte er vier weitere Jahre Zeit gewonnen, um die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt aus der jahrelangen Deflation und wirtschaftlichen Stagnation zu holen. Japan war nach einer Erhöhung der Mehrwertsteuer im April erneut in eine Rezession gerutscht. Abe will Japan mit einer Geldschwemme, mit Konjunkturspritzen und Reformen wieder auf Wachstumskurs bringen.

Obwohl es eine Reihe von in der Bevölkerung umstrittener Themen gibt - die von Abe geplante Rückkehr zur Atomenergie, die Stärkung der sicherheitspolitischen Rolle Japans sowie sein Ziel einer Reform der pazifistischen Verfassung - waren Wirtschaftsfragen das vorherrschende Thema im Wahlkampf gewesen.

Abe profitierte nach Meinung von politischen Analytikern davon, dass das Oppositionslager zersplittert und schwach ist. Vor Beginn der Auszählung der Stimmen zeichnete sich eine rekordverdächtig geringe Wahlbeteiligung ab.

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