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Die bisherige ABB-Schweiz-Chefin Jasmin Staiblin soll den kriselnden Energiekonzern Alpiq wieder auf Erfolgskurs bringen. Die 42-jährige Deutsche ist eine der bekannstesten Führungsfrauen in der Schweizer Industrie.

Wann sie die Nachfolge vom derzeitigen Alpiq-Chef Hans Schweickardt antreten wird, gab der Energiekonzern am Donnerstag noch nicht bekannt. Schweickhardt führt Alpiq derzeit nur interimistisch, nachdem im vergangenen Herbst wegen schlechter Zahlen der damalige Unternehmensleiter Giovanni Leonardi zurückgetreten war.

Alpiq ist 2009 aus einer Fusion der Stromerzeuger Atel und EOS entstanden. Der Energiehersteller und -händler ist von den Umwälzungen in der Energiepolitik nach dem Reaktorunglück von Fukushima in Japan im März 2011 eiskalt erwischt worden. 2011 schrieb Alpiq wegen Abschreibern und Rückstellungen 1,3 Mrd. Fr. Verlust.

Die neue Chefin Jasmin Staiblin leitet seit 2006 ABB Schweiz und ist in dieser Funktion für 3,6 Mrd. Fr. Umsatz und mehr als 6000 Mitarbeiter verantwortlich. Der Energie- und Elektrotechnikkonzern ABB hat sich weltweit unter anderem in der Entwicklung von Anlagen zur Erzeugung und den Transport erneuerbarer Energien einen Namen gemacht.

Steile Karriere

Staiblin hat ihre gesamte bisherige Berufslaufbahn beim Konzern mit schweizerisch-schwedischen Wurzeln verbracht. 1997 trat sie als Assistentin im Forschungszentrum in Dättwil AG ins Unternehmen ein und begann mit einem Trainee-Programm.

Danach kletterte sie Stufe um Stufe die Karriereleiter hinauf, ehe sie Länderchefin wurde. Neben ihrer Tätigkeit bei ABB ist Staiblin auch Verwaltungsrätin beim britischen Triebwerkshersteller Rolls-Royce, beim Schaffhauser Industriekonzern Georg Fischer und bei der Credit-Suisse-Tochter Neue Aargauer Bank.

Managerin und Mutter

Dem Vorstand des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse gehört die Managerin ebenfalls an. In der Schweizer Wirtschaft, wo nur wenige Frauen in den obersten Führungsetagen sitzen, gehört Staiblin zu den bekanntesten Managerinnen. Sie ist auch Trägerin des SwissAwards für herausragende Persönlichkeiten.

Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Staiblin 2009, als sie während ihrer Schwangerschaft eine Babypause von vier Monaten einlegte. Dies wurde in den Medien teilweise kritisiert. ABB informierte damals nur knapp über die Geburt. Generell schirmt Staiblin ihr Privatleben streng ab.

SDA-ATS