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Der Vorstandsausschuss von Economiesuisse schlägt Jean-Marc Hensch als neuen Direktor vor. Er übernimmt damit die Nachfolge von Pascal Gentinetta und soll die Geschicke des ins schlingern geratenen Wirtschaftsdachverbands ab März leiten.

Hensch ist Jurist und diplomierter PR-Berater. Während siebzehn Jahren arbeitete der 54-Jährige in der PR-Branche, unter anderem als Partner und Mitglied der Geschäftsleitung von Farner PR. 2003 wechselte Hensch als Direktor zum Verband der Schweizerischen Gasindustrie. Seit 2012 ist er Geschäftsführer des Verbands für die digitale Schweiz Swico.

Aufgrund seiner Tätigkeit für zwei Mitgliederverbände von Economiesuisse sei Jean-Marc Hensch ein Kenner des Verbandswesens und der Bundespolitik, schreibt Economiesuisse in einer Mitteilung vom Freitag. Zudem sei er durch seine PR-Arbeit ein ausgewiesener Kommunikationsfachmann.

Vorstand entscheidet bereits am Montag

Am 18. November - also bereits am kommenden Montag - soll nun der Vorstand über die Personalie entscheiden. Sollte Hensch gewählt werden, übernimmt er am 1. März den Posten als Direktor. Seit dem Abgang von Pascal Gentinetta im März dieses Jahres wurde der Verband interimistisch von Chefökonom Rudolf Minsch geführt. Er werde sich künftig wieder auf diese Position konzentrieren, heisst es weiter.

Der Wirtschaftsdachverband ist in diesem Jahr arg ins Schlingern geraten. Insbesondere nach der Abstimmung über die Abzocker-Initiative war der Verband in eine Krise gerutscht.

Economiesuisse hatte sich an die Spitze der Gegner der Initiative gestellt, der das Stimmvolk allerdings mit 67,9 Prozent Ja-Stimmen sehr deutlich zustimmte. In ein negatives Licht war die Economiesuisse unter anderem geraten, als bekannt wurde, dass ein Werbebüro Studenten für Online-Kommentare gegen die Initiative bezahlt hatte.

Schon seit längerem der Wurm drin

Aber bereits vor der Abstimmung am 3. März brodelte es im Verband. Unter anderem zerstritt sich die Economiesuisse-Führung mit dem Schweizer Uhrenverband wegen des Labels "Swiss Made".

Die Uhrenproduzenten wollten einen Anteil von 60 Prozent Schweizer Wertanteil in Produkten, so dass diese als "Swiss Made" gelten dürfen. Economiesuisse war gegen eine verbindliche Regel. Der Uhrenverband trat daraufhin aus dem Verband aus.

Mitte März zog die Verbandsführung die Konsequenzen. Der damalige Präsident Rudolf Wehrli sowie Direktor Pascal Gentinetta kündigten gemeinsam ihren Rücktritt an. Auf Wehrli folgte der ehemalige Axpo-Chef Heinz Karrer.

SDA-ATS