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Auch in der reichen Schweiz haben viele Menschen mit finanziellen Sorgen zu kämpfen. Jeder Vierte hat nach der Bezahlung der monatlichen Rechnungen kein Geld mehr übrig, wie zwei neue Studien zeigen.

Gemäss der am Dienstag veröffentlichten Studien des Inkassounternehmens Intrum Justitia haben zwar fast drei Viertel der befragten Schweizer die Übersicht über die monatlich anfallenden Rechnungen. Über zwei Drittel sind zudem der Meinung, dass Rechnungen pünktlich bezahlt werden sollten.

Ein Viertel der Befragten hat aber offenbar Schwierigkeiten, die monatlich anfallenden Rechnungen zu bezahlen. Ebenso viele gaben ferner an, dass nach Bezahlung der Rechnungen kein Geld mehr übrig bleibe. Gemäss Mitteilung glauben gar 27 Prozent der Befragten, dass sie nicht genug Geld haben, "um ein menschenwürdiges Leben zu führen."

Anderseits können 28 Prozent der Befragten monatlich einen fixen Betrag auf die Seite legen. Und 56 Prozent verfügen laut der Studie über einen "Notgroschen für unvorhergesehene Fälle".

Vergleich mit dem "Durchschnittseuropäer"

Mit Verzögerung werden in der Schweiz am ehesten Steuerrechnungen beglichen, und dies obschon Verzugszinsen und Bussen drohen. Auch das Bezahlen von Gesundheitsrechnungen zögern Schweizerinnen und Schweizer gerne hinaus, wie es in der Studie heisst. Miete oder Energiekosten werden dagegen viel pünktlicher entrichtet.

Im Vergleich zum "Durchschnittseuropäer" wähnen sich mehr als 40 Prozent der Befragten in einer besseren finanziellen Lage. Dazu kommt, dass acht von zehn Befragten der Meinungen sind, die Europäische Union habe die Finanzen nicht unter Kontrolle. Anderseits gaben 30 Prozent an, dass die Schweizer Regierung die Finanzen "ebenfalls nicht vollumfänglich im Griff" habe.

Gesundheitskosten als Ursache für finanzielle Probleme

Laut der Umfrage betrachten die Befragten in der Schweiz die Gesundheitskosten als häufigste Ursache für finanzielle Probleme (81 Prozent), gefolgt vom Verlust des Arbeitsplatzes (76 Prozent). Anders sieht es im europäischen Durchschnitt aus, wo der Verlust des Arbeitsplatzes als Hauptursache gilt, gefolgt von den Energie- (80 Prozent) und Benzin-Preisen (79 Prozent).

Bei den Studien handelt es sich um den erstmals publizierten European Consumer Payment Report und dem auf die Schweiz fokussierten Konsumenten Risk Index Schweiz. Für den European Consumer Payment Report wurden über 10'000 Personen in 21 europäischen Ländern befragt. Die Daten wurden im Juni 2013 mit Hilfe eines Online-Fragebogens erhoben. In der Schweiz wurden insgesamt 510 Leute im Alter von mindestens 15 Jahren befragt.

SDA-ATS