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Der britische Bestsellerautor John le Carre hat im Oktober 2017 zum Protest gegen Präsident Trump und die Populisten aufgerufen. (Archiv)

Keystone/DPA dpa/CHRISTIAN CHARISIUS

(sda-ats)

Der Schriftsteller John le Carré hofft auf mehr Widerstand aus der Gesellschaft gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump und gegen Populismus in Europa.

Trump und Kremlchef Wladimir Putin "vereint dieses Bestreben, die liberale Demokratie zu untergraben", betonte der 86-jährige Brite in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Wir brauchen eine energische Geste rechtschaffener Menschen. Etwas, was zeigt: Hier ist die Grenze, ab der wir Dinge nicht mehr hinnehmen werden."

So würde er gern erleben, dass amerikanische Anwälte auf die Strasse gehen: "Sie wissen bestens, dass Trump das Gesetz angreift." Amerika sei nicht mehr der Beschützer des Westens. "Ich denke, wir sollten Trump und seine Truppe im Moment als Schurkenstaat betrachten." Auch die Populisten in Europa würden von Trump ermutigt. "Ich fürchte um die Wahrheit in unserer Gesellschaft."

Mit der aktuellen britischen Führung ging der Schriftsteller, der gegen den Brexit gestimmt hatte, hart ins Gericht. Die Regierung in London sei "eine Katastrophe": "Sie ist so voller eigener Interessen, absurder nostalgischer imperialer Visionen, so gespalten, sie kann nichts anführen." Niemand, der für den Austritt Grossbritanniens aus der EU gestimmt habe, wolle arm sein. "Aber wird das weiter so schlecht gemanagt, wird Armut die Folge sein."

Der vor allem für seine Spionageromane bekannte le Carré, der mit bürgerlichem Namen David Cornwell heisst, veröffentlichte jüngst sein neues Buch "Das Vermächtnis der Spione". Der Roman schliesst an seinen ersten grossen Erfolg an, "Der Spion, der aus der Kälte kam". Es ist Vorgeschichte und Epilog zugleich und bringt auch le Carrés bekannteste Figur, den von Gewissensbissen geplagten Meisterspion George Smiley, ein letztes Mal zurück.

Er sei noch einmal in die Vergangenheit eingetaucht, weil eine Neuverfilmung von "Der Spion, der aus der Kälte kam" als sechsstündige TV-Serie im Gespräch gewesen sei, sagte der Autor. Wegen der Länge habe er sich neue Gedanken um die Geschichte der damaligen Figuren machen müssen. Das Fernsehprojekt liege inzwischen zwar auf Eis, aber er habe stattdessen das Buch geschrieben.

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