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Julius Bär steigert verwaltete Vermögen zweistellig

Die Bank Julius Bär verwaltete Ende Oktober mehr Geld denn je, obwohl reiche Steuersünder aus Europa ihr Geld abziehen. Die verwalteten Vermögen wuchsen in den letzten 10 Monaten um 12 Prozent. Per Ende Oktober betrugen sie insgesamt 285 Mrd. Franken.

Steigende Aktienkurse, die Übernahme von GPS in Brasilien und der höhere Dollarkurs schoben die Vermögen zusammen mit dem Neugeld nach oben.

Die Neugeldzuflüsse haben sich gemäss Julius Bär aber schwankend entwickelt und liegen in der Mitte des mittelfristigen Zielbereiches, der von 4 bis 6 Prozent der verwalteten Vermögen reicht.

Diese Entwicklung ist beeinflusst von "anhaltenden Selbstdeklarationen im grenzüberschreitenden Europageschäft", wie die Bank schreibt. Das heisst, dass reiche Kunden ihre Gelder zurücknehmen. Im ersten Halbjahr lag der Nettozufluss noch bei sechs Prozent.

Die gesamten betreuten Kundenvermögen stiegen um 11 Prozent auf 385 Mrd. Franken, wie die Bank in ihrem Zwischenbericht weiter mitteilte.

Noch keinen Einfluss haben die gekauften Kundenbeziehungen der israelischen Bank Leumi in der Schweiz und Luxemburg. Der Beginn des Transfers wird für die erste Jahreshälfte erwartet.

In den verwalteten Vermögen sind weiter 58 Mrd. Fr. (zum Marktwert) enthalten aus dem internationalen Vermögensverwaltungsgeschäft von Merill Lynch ausserhalb der USA (IWM), das Julius Bär im August 2012 gekauft hatte.

Die Transaktion ist bald abgeschlossen. Im Rahmen der Integration sei es in den ersten zehn Monaten zu 318 Abgängen von Angestellten gekommen. Ziel für das Gesamtjahr ist ein Abbau von 400 Arbeitsplätzen, wie die Bank bereits früher mitteilte.

Erwartungen getroffen

Mit den ausgewiesenen verwalteten Vermögen traf Julius Bär ziemlich genau die Erwartungen der Analysten.

Zur Rentabilität erklärte Julius Bär, die Bruttomarge habe fast gehalten werden können. Mit 0,94 Prozent habe sie 1 Basispunkt unter dem Wert der ersten sechs Monate 2014 gelegen. Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste nahmen zu und werden für 2014 auf Vorjahresniveau erwartet.

Während sich das Devisenhandelsvolumen von Kunden im September und Oktober erstmals seit längerem wieder positiv entwickelte, ging der Wertschriftenhandel der Kunden im August saisonal zurück. Zum weiterhin laufenden Steuerverfahren der US-Behörden gab es keine Neuigkeiten.

Das Ergebnis für das Gesamtjahr veröffentlicht Julius Bär am 2. Februar 2015. Die Aktie verlor bis am Mittag rund 3,4 Prozent. Am Markt war von Gewinnmitnahmen die Rede.

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