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Die Vorstellung von einer apolitischen jungen Generation ist falsch. Junge Menschen suchen neue Formen des Engagements. Sie bevorzugen kurzfristige Aktionen zu einem bestimmten politischen Thema. Wichtige Hilfsmittel sind dabei Internet und Handy.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Schweizer Kompetenzzentrums Sozialwissenschaften FORS in Lausanne. Dieses hatte in den Jahren 2010 und 2011 mit Unterstützung des Staatssekretariats für Bildung und Forschung 1360 Schweizerinnen und Schweizer im Alter von 18 bis 25 Jahren zu ihrem politischen Engagement befragt.

Die Studie kommt zum Schluss, dass die Vorstellung von einer apolitischen jungen Generation nicht der Wirklichkeit entspricht. Zwar nehmen Junge tendenziell weniger an Wahlen und Abstimmungen teil. Viel eher engagieren sie sich aber spontan und themenspezifisch - etwa mit einem Boykott bestimmter Produkte, dem Unterschreiben einer Online-Petition oder dem Beitritt zu einer politischen Gruppe auf Facebook.

Online-/Offline-Partizipation

Vielfach sind diese Tätigkeiten mit Freizeitaktivitäten verbunden und stellen eine Mischung aus Online- und Offline-Partizipation dar. Eine wichtige Rolle spielen neue Formen sozialer Organisation, wie etwa sogenannte Smartmobs. Diese sind mit Bienenschwärmen vergleichbar, die selbständig agieren, indem die Mitglieder per Internet und Handy miteinander kommunizieren. Smartmobs können auch rasch mobilisieren, um an einem bestimmten Ort eine Aktion durchzuführen.

Für die politische Teilnahme der Jungen entscheidend sind unter anderem Bildung, Alter, Medienkonsum oder Mitgliedschaft bei einer Nichtregierungsorganisation.

Die neuen Formen der politischen Beteiligung ermöglichen der jungen Generation einen besser auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Zugang zur Politik. Sie sind aber noch kaum als Möglichkeit einer Beteiligung am Politgeschehen anerkannt.

Laut den Autorinnen der Studie könnten Online-Abstimmungen und -Wahlen, wie sie schon in Pilotprojekten getestet werden, zu einer verstärkten Teilnahme der Jungen an Urnengängen führen.

Bei Abstimmungen sei auch die Art der Information über die Inhalte wichtig. Vielfach empfänden junge Leute die Abstimmungsvorlagen als zu kompliziert. Eine einfachere und klarere Vermittlung des Inhalts, wie sie etwa bei Easyvote, dem "Easy-Abstimmungsbüchli" der Jugendparlamente zu finden ist, könnte junge Menschen - vor allem aus bildungsfernen Kreisen - zu einer stärkeren Abstimmungsteilnahme bewegen.

SDA-ATS