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Karlsruhe - Wende im Fall Kachelmann: Seit Donnerstag ist der Wettermoderator wieder frei. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hob den Haftbefehl auf, weil "kein dringender Tatverdacht" mehr bestehe. Kurz darauf verliess der Schweizer das Gefängnis in Mannheim.
Bei dem mutmasslichen Vergewaltigungsopfer könne man nicht ausschliessen, dass die Frau Jörg Kachelmann falsch belasten wollte, entschied das Gericht und ordnete die "umgehende Freilassung" des 52-Jährigen an. Dennoch muss Kachelmann sich vor dem Landgericht Mannheim wegen des Vergewaltigungsvorwurfs verantworten.
Begleitet wurde Kachelmann beim Verlassen des Gefängnisses von seinem Anwalt Reinhard Birkenstock. Dieser begrüsste den Entscheid des Gerichts mit den Worten, nun sei "die Rechtstaatlichkeit zurückgekehrt". Kachelmann selber gab keine Erklärung ab.
Der Wetterexperte war Mitte März nach seiner Rückkehr von den Olympischen Winterspielen im kanadischen Vancouver auf dem Frankfurter Flughafen festgenommen worden. Die Anklage lautet auf Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall.
Bei einer Verurteilung droht Kachelmann eine Haftstrafe von mindestens fünf Jahren. Die von der Staatsanwaltschaft erhobene Anklage wurde durch die Entscheidung des Oberlandesgerichts nun allerdings geschwächt.
Prozessbeginn unklar
Nach Angaben des Mannheimer Gerichts ist unklar, ob der ursprünglich geplante Termin für den Prozessbeginn am 6. September nun noch gehalten werden kann.
Ein ARD-Sprecher sagte dem Berliner Blatt "B.Z.", Kachelmann werde zunächst weiterhin nicht bei der ARD auftreten: "Wir warten das Ende des Verfahrens ab. Bis dahin ist nicht vorgesehen, dass Herr Kachelmann für uns moderiert."
"Aussage gegen Aussage"
Kachelmanns langjährige Geliebte hatte ihn angezeigt, weil er sie angeblich nach einem Beziehungsstreit vergewaltigt und ihr dabei ein Messer an den Hals gehalten haben soll. Medizinische und aussagepsychologische Gutachten stützen diese Version laut Gericht aber nicht eindeutig.
In dem Fall stehe vielmehr "Aussage gegen Aussage". So könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Frau die Verletzungen selbst beigebracht habe. Zudem habe Kachelmanns Ex-Freundin in einigen Punkten zur Vor- und Randgeschichte der angeblichen Vergewaltigung gelogen. Es könne deshalb nicht ausgeschlossen werden, dass sie aus "Bestrafungs- oder Falschbelastungsmotiven" gehandelt habe.

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SDA-ATS