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Handball - Die Kadetten Schaffhausen starten heute Abend als Topfavorit in die NLA-Meisterschaft der Handballer. Nach verlorenem Playoff- und Cupfinal wollen die Kadetten wieder auf den Thron.
Wacker Thun blickt auf zwei hervorragende Spielzeiten mit zwei Cupsiegen und dem erstmaligen Gewinn des Meistertitels zurück, wobei die Berner Oberländer dreimal im Final gegen die favorisierten Kadetten die Oberhand behielten. Einzig in den Playoffs 2012 verloren sie im Endspiel gegen die Schaffhauser (1:3). Auch in diesem Jahr dürften die Thuner wieder ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Wacker verzeichnete keinen einzigen Abgang und sicherte sich zudem vom B-Ligisten Endingen die Dienste von Stefan Huwyler, der hierzulande zu den grössten Talenten zählt und bereits fünf A-Länderspiele bestritten hat. Der 20-jährige Aufbauer stellt vor allem in der Verteidigung eine Verstärkung dar.
Ein Fragezeichen ist, wie gut die Thuner die Doppelbelastung von Meisterschaft und Champions League verkraften werden. Sie sind in der Königsklasse dank der starken Leistungen der Kadetten in den letzten Jahren für die Gruppenphase qualifiziert und absolvieren im Minimum zehn Partien. Dabei bekommt es die Mannschaft von Martin Rubin mit den Topteams FC Barcelona und Paris Saint-Germain zu tun.
Für die Kadetten gilt es die Schmach, erstmals seit der Saison 2008/2009 keinen "grossen" Titel gewonnen zu haben, vergessen zu machen. Für die Schaffhauser ist es quasi ein Muss, Schweizer Meister zu werden, denn nochmals wollen sie sich die Champions League nicht im Fernsehen anschauen. Deshalb verpflichtete der Verein als Trainer Markus Baur, der 2007 mit Deutschland als Spieler den WM-Titel gewonnen hat. Für Baur ist es eine Rückkehr in die Schweiz, war er doch in der Saison 2007/08 für ein halbes Jahr bei Pfadi Winterthur als Spielertrainer tätig. Parallel zu seinem Job bei den Kadetten ist er auch noch für die U21 von Deutschland verantwortlich.
Baur soll wieder Kontinuität reinbringen, nachdem die Kadetten in der vergangenen Spielzeit mit Petr Hrachovec, Urs Schärer und Matjaz Tominec nicht weniger als drei Trainer verbraucht haben. Zudem können die Schaffhauser wieder auf Captain David Graubner zählen, der nach einem einjährigen Abstecher in die Bundesliga zu Absteiger TV Grosswallstadt zurückgekehrt ist. Für den Kreis wurde Nationalspieler Thomas Heer vom BSV Bern Muri verpflichtet; auf dieser Position verzeichnen die Schaffhauser die Abgänge von Carlos Prieto, der eine einzige Enttäuschung war, und von Iwan Ursic, der zu GC Amicitia wechselt.
Nationalliga A. Qualifikation. 1. Runde. Heute, 19.30 Uhr: BSV Bern Muri - Fortitudo Gossau, St. Otmar St. Gallen - Kadetten Schaffhausen, Wacker Thun - GC Amicitia. - 20.00 Uhr: Altdorf - Kriens-Luzern. - Donnerstag, 5. September, 19.30 Uhr: Pfadi Winterthur - Lakers Stäfa.

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SDA-ATS