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Regierungstruppen und oppositionelle Stammeskämpfer haben sich im Zentrum der jemenitischen Hauptstadt Sanaa erbitterte Gefechte geliefert. Die Armee feuerte nach Angaben von Augenzeugen am Mittwoch eine Rakete ab, die fünf Zivilisten tötete.

Die Kämpfer von Scheich Sadik al-Ahmar besetzten unterdessen das Gebäude der staatlichen Nachrichtenagentur Saba und das Tourismusministerium. Ein Saba-Mitarbeiter sagte, die Journalisten hätten ihre Arbeit kurz nach der Besetzung durch die Bewaffneten in einem staatlichen Gebäude unweit des Tahrir-Platzes fortgesetzt.

Zunächst war unklar, wie viele Tote es insgesamt gab. Am Vortag waren nach Angaben des Innenministeriums 15 Soldaten, nach Angaben des Internet-Portals "yemenpost.net" bis zu 40 Stammeskämpfer getötet worden.

Kehrtwende

Truppen des Präsidenten Ali Abdullah Saleh versuchen seit Montag, die Residenz Al-Ahmars im Innenstadt-Viertel Hasaba zu stürmen. Die Strassenschlachten sind eine Kehrtwende in den bislang friedlichen Protesten gegen Saleh.

Dieser erklärte am Mittwoch, er habe nicht die Absicht, den Jemen zu verlassen, selbst nach einem Rücktritt. Er gelobte, "gegen jeden zu kämpfen, der die Sicherheit und Stabilität gefährdet". Die Verantwortung für die jüngste Eskalation schob er Al-Ahmar zu.

Aus dessen Lager hiess es wiederum, Saleh habe am Dienstag die Angriffe auf die Residenz auch dann fortgesetzt, als eine Abordnung von Stammesscheichs einen Waffenstillstand zu vermitteln versuchten.

Nacht in Autos verbracht

Die Strassen in die Hauptstadt wurden unterdessen von den regierungsnahen Republikanischen Garden blockiert, wie Augenzeugen erklärten. Hunderte Bewohner waren deshalb gezwungen, die Nacht in ihren Autos zu bringen.

Nach Einschätzung jemenitischer Beobachter stehen grosse Teile von Armee und Polizei zu Saleh. Sein Rückhalt bei den Stammesführern und in der Bevölkerung wird jedoch inzwischen als gering eingeschätzt. Seit Anfang Februar fordern junge Demonstranten den Rücktritt des seit 1978 amtierenden Staatschefs.

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SDA-ATS