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Kämpfe zwischen libyschen Aufständischen und Getreuen von Machthaber Muammar al-Gaddafi haben am Donnerstag auf tunesisches Gebiet übergegriffen. Es gebe Kämpfe "auf beiden Seiten der Grenze" am Übergang Dehiba, sagte ein westlicher Militärvertreter der Nachrichtenagentur AFP.

Der Grenzposten Dehiba war am Donnerstag vergangener Woche von Aufständischen eingenommen worden, Gaddafi-treue Einheiten versuchten seitdem ihn zurückzuerobern. Dehiba liegt rund 200 Kilometer südlich vom Hauptgrenzübergang Ras Dschedir zwischen Libyen und Tunesien.

Zeugen berichteten, ein dutzend Geschosse sei auf tunesischem Gebiet nahe Häusern der dortigen Bewohner eingeschlagen. Kinder hätten eine Schule verlassen müssen, die Einwohner hätten sich in ihre Wohnung geflüchtet, sagte ein Vertreter einer Jugendbegegnungsstätte in Dehiba AFP telefonisch.

Gaddafi-Truppen hätten die erste libysche Ortschaft nach dem Grenzposten Dehiba auf libyscher Seite eingenommen, sagte ein Aufständischer per Telefon. Die Gaddafi-Anhänger seien "mit einem dutzend Autos" in die Ortschaft Wesen mit rund 5000 Einwohnern eingefahren.

EU sorgt sich um humanitäre Lage in Misrata

Die EU fürchtet eine dramatische Zuspitzung der humanitären Lage in der umkämpften libyschen Stadt Misrata. "Die Überlebensader, die Hilfsorganisationen über den Hafen gelegt haben, droht wegen der anhaltenden schweren Kämpfe gekappt zu werden", erklärte die EU-Kommissarin Kristalina Georgieva.

Wegen der Bombardierung des Hafens sei die Evakuierung von Verletzten kaum noch möglich, die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln und Medikamenten sei unterbrochen. "Wir bekommen Berichte, wonach die Spitäler die wachsenden Zahl an Verwundeten nicht mehr bewältigen können", teilte die Kommissarin für humanitäre Hilfe am Mittwochabend mit.

Die Kommissarin rief alle Parteien auf, die Zivilbevölkerung zu schützen und Hilfsaktionen zu ermöglichen. Angriffe auf den Hafen müssten deswegen sofort gestoppt werden.

Die EU hat für die Versorgung der libyschen Bevölkerung 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Zudem hat die Gemeinschaft einen militärischen Einsatz angeboten, um humanitäre Hilfe abzusichern. Die Vereinten Nationen haben das Angebot bislang aber nicht angenommen.

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SDA-ATS