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Die Flut ist abgezogen, die Schäden bleiben und Kalifornien will nun Millionen in den Hochwasserschutz investieren: Blick auf einen Vorplatz in San José nach der jüngsten Überschwemmung.

KEYSTONE/AP/MARCIO JOSE SANCHEZ

(sda-ats)

Nach den schweren Überschwemmungen will der US-Bundesstaat Kalifornien 437 Millionen Dollar in den Hochwasserschutz investieren. Die jüngsten Unwetter hätten dazu geführt, dass eine Überlauftalsperre erodiert sei, Strassen zerbröselt und Dämme gebrochen seien.

"Unsere alternde Infrastruktur ist am Limit", sagte Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown am Freitag. Einige Massnahmen könnten sofort umgesetzt werden, für weitere Investitionen seien aber "Milliarden" erforderlich.

Die Sicherheit der Talsperren solle gestärkt, der Hochwasserschutz verbessert und die alternde Infrastruktur für die Wasserversorgung repariert werden, hiess es in einer Erklärung. Nach fünf Jahren massiver Trockenheit wurde der Bundesstaat in diesem Jahr von heftigen Niederschlägen getroffen, die Erdrutsche und Überschwemmungen auslösten und Stauseen bis zum Rand volllaufen liessen.

Die drittgrösste kalifornische Stadt San Jose erlebte in den vergangenen Tagen das schlimmste Hochwasser seit hundert Jahren, als der Fluss Coyote Creek über die Ufer trat. 14'000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

200'000 Menschen evakuiert

Vor etwa zwei Wochen mussten im Norden Kaliforniens knapp 200'000 Menschen evakuiert werden, weil der marode Entlastungskanal des Oroville-Staudamms zu brechen drohte. Nach wochenlangen schweren Regenfällen war das Reservoir des 235 Meter hohen Staudamms etwa 120 Kilometer nördlich der kalifornischen Hauptstadt Sacramento randvoll. Grosse Mengen Wasser wurden kontrolliert abgelassen.

US-Präsident Donald Trump gab daraufhin Bundesmittel frei, die Brown beantragt hatte. Der Gouverneur hatte schon für seinen Bundesstaat den Notstand ausgerufen, damit örtliche Gelder eingesetzt werden können.

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SDA-ATS