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Mujinga Kambundji kommt der 11-Sekunden-Marke immer näher. An der Athletissima in Lausanne senkt die Bernerin ihren 100-m-Rekord um vier Hundertstel auf 11,03 Sekunden.

Eine Stunde später pulverisierte sie mit ihren Kolleginnen die Schweizer Bestmarke über 4x100 m. Die Freude nach dem 100-m-Lauf war zunächst uneingeschränkt. Der Meeting-Direktor Jacky Delapierre umarmte die schnellste Schweizerin noch auf der Bahn, Mujinga Kambundji strahlte und winkte dem applaudierenden Publikum zu. Der Rückenwind von 1,3 m/s und ein enges Rennen in einem starken Feld - die Ränge 2 bis 6 teilten sich die Doppel-Olympiasiegerin Elaine Thompson (JAM), Jenna Prandini (USA), Europas Sprint-Queen Dafne Schippers, Kambundji und Murielle Ahouré (CIV) innerhalb von 4 Hundertstel - verhalfen zum Rekord.

In der Analyse wirkte Kambundji etwas kritischer. "Das perfekte Rennen war es nicht. Am Schluss habe ich mich leicht verkrampft", sagte sie. Sie freue sich, dass sie nach knapp drei Wochen Wettkampfpause rasch wieder Fuss gefasst habe. "Aber ich kann noch schneller laufen."

Kambundji, obwohl in beneidenswerter Form, hat immer noch keine ihrer drei Zielsetzungen der Sommersaison abgehakt. Die höchste Priorität geniessen die Medaillen an den Europameisterschaften in Berlin, was selbstredend noch nicht erfüllt sein kann. Aber ein 100-m-Lauf unter 11 Sekunden oder die Rückeroberung des 200-m-Rekords (Lea Sprunger, 22,38 2016) blieben bislang aus. "Ich habe noch nicht die perfekten Bedingungen erwischt oder war etwas müde durch die Reiserei", meinte die Bronzefrau der Hallen-Weltmeisterschaften über 60 m in Birmingham. Auch an der Athletissima hätte es etwas wärmer sein dürfen.

"Ich darf mich nicht zu stark auf die Zeit fokussieren", meinte Kambundji. Sonst drohe die Verkrampfung. "Ich will primär starke Rennen in starken Feldern zeigen." Dies gelang ihr auf der Pontaise eindrücklich. Eine Rekordjagd an kleineren Meetings mache keinen Sinn. Immerhin erhielt die 26-Jährige mit einer persönlichen Bestleistung eine Bestätigung für ihre gute Verfassung.

"Du musst viele 200-m-Läufe machen. Das gibt Stärke und lässt einen über 100 m schneller werden", riet ihr tags zuvor Marie-Josée Ta Lou an der Medienkonferenz. Die Frau von der Elfenbeinküste trat in Lausanne als Jahresschnellste (10,85) an und setzte sich in 10,90 Sekunden klar durch.

Staffel-Rekord mit Ansage

Die Schweizer Sprint-Staffel der Frauen visierte in Lausanne den Schweizer Rekord an, der seit den Weltmeisterschaften in London 2017 bei 42,50 Sekunden steht. Der Coach Raphaël Monachon schickte die Stammformation mit Ajla Del Ponte, Sarah Atcho, Kambundji und Schlussläuferin Salomé Kora ins Rennen. Dieses Quartett hatte auch bereits 2017 die Top-Zeiten erzielt und die Saison vor einem Monat in Genf in 42,71 Sekunden eröffnet.

Die vier Frauen enttäuschten nicht. In 42,29 Sekunden fiel der Rekord deutlich. Gelingt eine solche Leistung in Berlin, liegt eine Medaille auch ohne Patzer der Konkurrenz drin.

Die starken Ergebnisse der Staffel, u.a. WM-Fünfte in London 2017, werden oft an der Rückkehr von Kambundji festgemacht. Dies ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Del Ponte, Atcho und Kora stellten in den letzten Tagen allesamt persönliche Bestleistungen auf.

Atcho ist über 200 m bereits bei 22,80 angelangt - vor vier Jahren wäre dies noch Schweizer Rekord gewesen. Die Lausannerin startete zu Beginn des Meetings in 23,16 Sekunden über die halbe Bahnrunde. Die Westschweizerin ist unter den Top 8 Europas angelangt. "Um mich in Berlin für den Final zu qualifizieren, muss ich aber noch schneller werden", sagte sie. In Lausanne galt dies für die letzten 50 m, auf denen sie auf den 7. Rang durchgereicht wurde.

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SDA-ATS