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Ein Titel fehlt Kamil Stoch noch zur Vollkommenheit als Skispringer. An den Skiflug-Weltmeisterschaften vom Wochenende in Oberstdorf will der Pole die letzte Lücke in seinem Palmarès schliessen.

Der Olympia-Sieg, der Weltmeister-Titel, das Gold als Skiflug-Weltmeister (alle drei im Einzel), der Gewinn des Gesamtweltcups und der Triumph an der Vierschanzentournee bilden die fünf Monumente im Skispringen. Einzig der Finne Matti Nykänen gewann alles. Stoch hat nach seinem Doppel-Olympiasieg 2014 in Sotschi, dem WM-Titel 2013 im Val di Fiemme (auf der Grossschanze), dem goldenen Adler an den Vierschanzentourneen in diesem und im vergangenen Winter sowie mit seinem Gesamtweltcupsieg 2013/14 vier dieser Auszeichnungen erreicht - wie Simon Ammann, dem der Gewinn der Vierschanzentournee im Palmarès fehlt, und Gregor Schlierenzauer, der noch nie Einzel-Olympiasieger geworden ist. Andere mögliche Kandidaten auf ein fünftes Highlight sind bereits zurückgetreten.

Vier Flüge, sofern das Wetter mitspielt, trennen Stoch vom zweiten grossen Eintrag ins Skisprung-Geschichtsbuch im Jahr 2018. Vor knapp zwei Wochen feierte der 30-Jährige einen historischen Vierfachsieg bei der Vierschanzentournee, der zuvor in 66 Jahren nur Sven Hannawald gelungen war. Stoch bestand im Fernduell gegen den Deutschen, nun steht das Fernduell gegen den exzentrischen Nykänen an.

Bei der WM im Allgäu, die am Donnerstag um 16 Uhr mit der Qualifikation beginnt und am Freitag und Samstag in je zwei Durchgängen den neuen Skiflug-Weltmeister im Einzel sucht, ist Stoch allerdings nur einer von vielen Kandidaten auf Gold. Die Deutschen um Rückkehrer Richard Freitag und den Tournee-Zweiten Andreas Wellinger können dem Polen ebenso gefährlich werden wie die Norweger, die angeführt von Kulm-Sieger Andreas Stjernen und Daniel-André Tande zuletzt eine hervorragende Flugform zeigten. Und auch Simon Ammann, der Weltmeister aus dem Jahr 2010, hat mit einem 3. Rang am vergangenen Wochenende angedeutet, dass zumindest ein Exploit in Form einer Medaille nicht mehr auszuschliessen ist. "Wenn er merkt, dass es funktioniert, kann Simon noch einmal zwei Schalter umlegen", sagte sein langjähriger Begleiter Berni Schödler und fügte an: "Gerade im Skifliegen hilft die Erfahrung viel."

Neben dem 36-Jährigen stossen auf der umgebauten Heini-Klopfer-Schanze, auf der Andreas Wellinger vergangenen Februar den Schanzenrekord auf 238 m anhob, für die Schweiz auch Gregor Deschwanden, Killian Peier und Andreas Schuler ab. Dem Quartett bietet sich die letzte Chance, um das Ticket für den Team-Wettkampf an den Olympischen Spielen in Pyeongchang zu lösen. Swiss Olympic verlangt drei Einzelselektionen (1mal Top 10 oder 2mal Top 20). Ammann und Deschwanden haben diese Vorgaben erfüllt, der Rest steht noch mit leeren Händen da.

Die Chance ist also klein, dass ein dritter Springer die Startberechtigung für eine Mannschaft holt. Möglicherweise öffnet sich noch eine Chance im Gespräch mit den Selektionären. Denn in den drei Team-Springen dieses Winters erreichte das Swiss-Ski-Quartett stets den Finaldurchgang der Top-8-Nationen.

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