Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Kinder und Jugendliche sollen lernen, mit den eigenen Daten im Internet verantwortungsvoll umzugehen. Der Eidgenössische Datenschützer Hanspeter Thür hat den Startschuss zu einer Kampagne gegeben.

Ziel ist es, Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 14 Jahren dafür zu sensibilisieren, wie wichtig ein sorgsamer Umgang mit persönlichen Daten ist. "Kinder gehen immer früher ins Internet, und ihre Eltern haben oft keine Ahnung davon, was ihnen dort begegnet", sagte Thür vor den Medien in Bern.

Initiiert hat die Kampagne der Rat für Persönlichkeitsschutz, dem Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Datenschutz angehören. Privatsphäre und Datenschutz lägen nicht im Trend, stellte dessen Vertreter Matthias Kummer fest. "Heute ist trendig, wer sich preisgibt, zeigt, produziert."

Fehlendes Bewusstsein

Mit Sorge beobachtet der Rat, dass dargestellte Individualität und auch Sicherheitsanliegen zunehmend höher gewichtet werden als der Schutz der Privatsphäre. Der Staat und viele Unternehmen interessierten sich für fast alles, stellte Kummer fest. "Die Privatsphäre gerät dabei unter die Räder."

Es gehe nicht um eine Verteufelung moderner Technologien oder Entwicklungen. Doch mit jeder Preisgabe von Informationen werde ein Stück Identität und damit auch Freiheit und Unabhängigkeit aufgegeben, und viele seien sich dessen nicht bewusst.

Kampagne ohne Drohfinger

Dies wollen die Datenschützer mit der Kampagne ändern, und sie wollen schon bei kleinen Kindern ansetzen. Aus ihrer Sicht ist dies dringend nötig: Gemäss Untersuchungen könnten mehr Kleinkinder mit einer Computer-Maus umgehen oder einen Webbrowser öffnen als schwimmen, gab Kummer zu bedenken.

Die Kampagne mit dem Namen "Netla - Meine Daten gehören mir!" erhebt nicht den Drohfinger, sondern setzt auf die positive Vermittlung eines Wertebewusstseins. Wer den Wert der eigenen Persönlichkeit kenne, werde die Privatsphäre nicht ungewollt preisgeben, zeigten sich die Verantwortlichen überzeugt.

Comics und Online-Games

Die Kampagne ist interaktiv ausgerichtet. Auf der Website www.netla.ch finden sich ab kommendem Montag Fortsetzungscomics und Online-Games, für Kinder im Vorschulalter eine Bildgeschichte. Diese sollen die Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten im Internet fördern. Die Jugendlichen können Tipps abrufen und mit einem Quiz das neue Wissen vertiefen.

Sie sollen sich etwa bewusst werden, dass die Freischaltung eines Fotos in einem sozialen Netzwerk ungeahnte Konsequenzen haben kann, zum Beispiel bei der Suche nach einer Lehrstelle.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS