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In Kanada dürfen in diesem Jahr deutlich mehr Robben als in den Vorjahren getötet werden. Das Fischereiministerium in Ottawa hat die Jagd auf 468'200 Tiere freigegeben - 20 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Allein 400'000 Sattelrobben dürfen getötet werden, 70'000 mehr als in der Saison zuvor. Die Jagd soll in den nächsten Tagen beginnen. Die Quote für Kegelrobben stieg von 50'000 auf 60'000 Tiere. Zudem können 8200 Klappmützen (Mützenrobben) gejagt werden.

Bei Umweltschützern stiessen die Fangquoten am Montag auf scharfen Protest. Die Humane Society International warf Regierungschef Stephen Harper vor, mit der "unverantwortlichen" Erhöhung der Jagdquoten Stimmung für die anstehende Parlamentswahl machen zu wollen.

"Die Harper-Regierung hat Kanadas Robben den Krieg erklärt", sagte Rebecca Aldworth von der Organisation. Die Sattelrobbenquote sei die höchste seit Beginn der Reglementierung 1971 und auf dem Niveau der uneingeschränkten Jagd in den 1950er Jahren.

Der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) warf Fischereiministerin Gail Shea vor, "jeden Bezug zur Realität verloren zu haben". Weder die Population, noch der Markt, noch der Wille der Kanadier könnten eine Erhöhung der Quoten rechtfertigen. Zudem sei es ökonomisch sinnlos: Die Subventionen von mehreren Millionen Dollar seien viel höher als der jährliche Gewinn von etwa einer Million.

Die traditionelle Robbenjagd ist in Kanada ein hochsensibles Thema. Vor einem Jahr klatschte eine radikale Tierschützerin aus den USA Fischereiministerin Shea in aller Öffentlichkeit aus Protest eine Torte ins Gesicht.

Während viele diese Form des Protests guthiessen, gab es scharfe Worte zum Beispiel von der Tageszeitung "Toronto Sun", die die Strafe gegen die Frau, ein zweijähriges Einreiseverbot, als "lachhaft" kommentierte.

Zugleich streiten die Kanadier scharf mit der Europäischen Union, die den Import von Robbenprodukten verboten hat. Die meisten Abnehmer von Fellen und Fleisch finden die Robbenjäger allerdings in Asien.

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SDA-ATS