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Ottawa - Kanadas Luftwaffe hat vor wenigen Tagen zwei russische Langstreckenbomber abgefangen, die sich dem kanadischen Luftraum nahe der Arktis genähert hatten. Die Flugzeuge seien in kanadischem Interessengebiet unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Ottawa am Freitag.
Die beiden Bomber des Typs Tupolev TU-95 seien jedoch ohne Zwischenfall zu ihrer Basis zurückgekehrt. Demnach befanden sich die russischen Jets 250 Seemeilen entfernt von der in der Provinz Neufundland gelegenen Goose Bay - und somit in einer kanadischen "Pufferzone".
Ein Sprecher der russischen Botschaft widersprach den Angaben und sagte, die Flugzeuge hätten sich in internationalem Luftraum befunden.
Kanada und Russland zählen neben den USA, Dänemark und Norwegen zu den fünf Arktis-Anrainerstaaten. Jedem der Länder steht nach internationalem Recht eine 200-Seemeilen-Zone vor der Küste zur ausschliesslichen wirtschaftlichen Nutzung zu. Kanada hatte in der Vergangenheit jedoch eine 300-Seemeilen-Zone beansprucht.
Nach Angaben des kanadischen Verteidigungsministeriums wurden seit 2007 jedes Jahr mehrere russische Flugzeuge von kanadischen Jets abgefangen. Der Sprecher des Ministeriums bezeichnete diese Flüge als "Machtdemonstration" Russlands.
Kampf um Ressourcen der ArktisAngesichts des schmelzenden Polareises wachsen die Begehrlichkeiten zur Nutzung der frei werdenden Meeresgebiete in der Region. Immer nördlichere Öl- und Gasfelder könnten erschlossen werden, Fischfangflotten weiter vordringen und die bisher fast immer vom Eis verschlossene Nordost-Passage könnte den Seeweg zwischen Europa und Asien drastisch verkürzen.
Wer die unter dem Polareis versteckten Rohstoffe nutzen darf, ist umstritten. Zwar steht jedem der Anrainerstaaten die 200-Seemeilen-Zone vor seiner Küste zur wirtschaftlichen Nutzung zu, die Gebietsansprüche für grosse Teile der Region sind dagegen nicht geregelt. Nach Einschätzung des Geologischen Dienstes der USA (USGS) könnten sich in der Arktis 90 Milliarden Barrel Öl und 30 Prozent der weltweiten Erdgasreserven befinden.

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SDA-ATS