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Der Lehrplan 21 soll an den Schulen im Kanton St. Gallen ab Sommer 2017 angewendet werden. Man sei gut vorbereitet, sagte Erziehungsdirektor Stefan Kölliker am Mittwoch an einer Medienkonferenz. Den Lehrplan 21 lobte er als ein "sehr gutes Produkt".

Der St. Galler Erziehungsrat hält am Fahrplan für den neuen Lehrplan fest - trotz Widerstand aus der Bevölkerung und aus der Politik, wie Kölliker erklärte. Im Sommer 2015 sollen die Einführungsveranstaltungen starten, und ab dem Schuljahr 2017/2018 soll der Lehrplan 21 angewendet werden.

Mit dem gemeinsamen Lehrplan wollen die deutsch- und mehrsprachigen Kantone ihre Volksschulen harmonisieren. Die kantonale Hoheit sei aber gewährleistet, betonte Kölliker. So bestimme der Kanton über Lehrplaninhalte, Lektionentafel, Lehrmittel und den allfälligen Wechsel von der Schnürli- zur neuen Basisschrift.

Der Lehrplan sei zeitgemäss, lobte Kölliker. Das 470 Seiten starke Instrument für die Grobplanung des Unterrichts und die Gestaltung der Lehrmittel enthält 1095 Grundansprüche und 363 Kompetenzen. Das Werk sei nicht gemacht worden, um in den Regalen zu verstauben, sondern um den Lehrkräften Ideen zu liefern, so Kölliker.

Orientierung an Kompetenzen

Der Lehrplan 21 löst im Kanton St. Gallen den "Lehrplan 97" ab. Dieser ist mit 516 Seiten und 1125 Grobzielen etwa gleich umfangreich wie das Nachfolgewerk. Neu ist die - viel diskutierte und zum Teil kritisierte - Orientierung an Kompetenzen.

Vom Kantonalen Lehrerinnen- und Lehrerverband (KLV) erhält der Lehrplan 21 gute Noten. Die Methodenfreiheit sei gewährleistet, sagte KLV-Präsident Hansjörg Bauer. Für den Schulunterricht noch wichtiger seien aber die Lehrmittel. Diese müssen jetzt an den neuen Lehrplan angepasst werden.

Gegen Schulreformen und den Lehrplan 21 wehrt sich im Kanton St. Gallen der "Verein Starke Volksschule St. Gallen" mit einer kürzlich lancierten Initiative. Diese hat den Ausstieg St. Gallens aus dem HarmoS-Konkordat der Kantone zum Ziel. Im Kantonsrat ist eine Motion mit ähnlicher Stossrichtung pendent.

Sprachen-Diskussion ausklammern

Rund um die Lehrplan-Einführung gab der Fremdsprachenunterricht an der Primarschule viel zu reden. "Die Sprachen-Diskussion kann und muss unabhängig vom Lehrplan geführt werden", sagte Bauer dazu. Laut Erziehungsdirektor Kölliker hätte eine allfällige Abkehr vom "Modell 3/5" (Frühenglisch und Französisch ab der 5. Klasse) eine Anpassung des Lehrplans zur Folge.

Genau das macht der Kanton Thurgau: Dieser passt den Lehrplan 21 in den kommenden Monaten an kantonale Bedingungen an. Dazu gehört die Verschiebung des Französischunterrichts auf die Sekundarstufe. Eine Vernehmlassung ist im Jahr 2016, die Einführung auf das Schuljahr 2017/2018 geplant.

"Der Kanton Thurgau hat intensiv am Lehrplan 21 mitgearbeitet und ist mit dem Resultat sehr zufrieden", sagte Bildungsdirektorin Monika Knill (SVP) am Mittwoch vor den Medien.

Das Thurgauer Kantonsparlament hatte die Abschaffung des Frühfranzösisch im August beschlossen. Französisch wird im Thurgau künftig erst in der Oberstufe unterrichtet, das heisst, die Unterrichtsdauer wird von fünf auf drei Jahre verkürzt. Weil es insgesamt gleich viele Französisch-Lektionen gebe, könnten Thurgauer Schüler am Ende der obligatorischen Schulzeit nicht schlechter Französisch als andere, sagte Knill.

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SDA-ATS