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Ein Bild der Verwüstung: Hafen von Genua nach dem Unfall vor vier Jahren (Archiv)

KEYSTONE/EPA/PAOLO ZEGGIO

(sda-ats)

Vier Jahre nach einem Unfall im Hafen von Genua, bei dem neun Menschen starben, ist der Kapitän eines Containerschiffs zu zehn Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Die "Jolly Nero" hatte am 7. Mai 2013 einen Kontrollturm gerammt, der teilweise einstürzte.

Zwei kleinere Gebäude wurden ebenfalls zerstört. Bei den Toten handelte es sich mehrheitlich um Hafenarbeiter und Bedienstete der Hafenbehörde, die zum Zeitpunkt des Unglücks im Kontrollturm arbeiteten. Ihren Angehörigen und den bei dem Unfall Verletzten wurden Entschädigungszahlungen zugesprochen.

Ein Schiffsoffizier, ein Techniker und ein Lotse wurden am Mittwoch in Genua zu Haftstrafen zwischen vier und acht Jahren verurteilt. Der Geschäftsführer der Reederei Messina, Eigentümerin des 200 Meter langen Schiffes, wurde freigesprochen, was den Protest der im Gerichtssaal anwesenden Hinterbliebenen auslöste.

Die Haftstrafen sind um die Hälfte niedriger als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Die Anklagebehörde will gegen die Urteile berufen.

SDA-ATS

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