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Den Schweizer Pensionskassen mangelt es am "Treibstoff" Anlageerträge. Um die Renditen zu erreichen, die es zur Finanzierung der Altersvorsorge in der zweiten Säule braucht, müssten die Vorsorgeeinrichtungen an den Börsen mehr verdienen.

Im Schnitt erreichten die Pensionskassen 2010 mit ihren Kapitalanlagen eine Performance von 2,95 Prozent, wie die Kantonalbanken-Anlagetochter Swisscanto errechnet hat. Die Soll-Rendite, welche nötig wäre, um die Finanzierung der Vorsorge sicherzustellen, haben die Investmentspezialisten nach einer Umfrage bei 361 Pensionskassen bei durchschnittlich 3,7 Prozent angesetzt.

Im Jahr zuvor hatten die Renditen noch bei 10,3 Prozent gelegen. Während 2009 eine breite Erholung vom Börsentief im Vorjahr brachte, bewegte sich laut Swisscanto am Kapitalmarkt für die zweite Säule 2010 wenig.

Die letztjährigen Renditen sind laut Swisscanto-Geschäftsführer Gérard Fischer ungenügend: Er verglich bei der Präsentation der Studie am Mittwoch in Zürich die Lage für einen Teil der Pensionskassen mit einem Flugzeug, das nicht mehr genug Treibstoffreserven bis zur sicheren Landung hat.

Zuwenige Reserven

Eine leichte Verbesserung des Deckungsgrades schafften die Pensionskassen dank ihren Versicherten dennoch: Zur besseren Finanzierung beigetragen haben laut Swisscanto unter anderem im vergangenen Jahr eingeleitete Sanierungsmassnahmen, für die auch die Destinatäre zur Kasse gebeten wurden.

Bei den öffentlich-rechtlichen Pensionskassen lag der Deckungsgrad im vergangenen Jahr bei 91 Prozent. Damit waren die Ansprüche der Versicherten nach Swisscanto-Berechnungen weiter nicht ausreichend gedeckt, aber besser als mit den 90 Prozent des Vorjahres. Die privat-rechtlichen Einrichtungen erreichten einen Deckungsgrad von 106 Prozent, ebenfalls einen Prozentpunkt mehr als 2009.

Um Turbulenzen aufzufangen, sind die Reserven aber zu knapp. Die privaten Einrichtungen, die im Gegensatz zu öffentlich-rechtlichen Pensionskassen keine Staatsgarantie geniessen, müssten laut Swisscanot einen Deckungsgrad von 115 Prozent erreichen, um gegen Marktschwankungen angemessen abgesichert zu sein.

Tiefzinsen und Währungskrise

Der Grund für die tiefen Anlageerträge liegt laut Swisscanto an den tiefen Zinsen, die der gesamte Versicherungsbranche seit der Finanzkrise Bauchweh bereiten. Zudem hätten die Pensionskassen Verluste auf Fremdwährungen hinnehmen müssen, nachdem die Kurse von Euro und Dollar zum Franken in die Tiefe gesackt waren.

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SDA-ATS