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Kariem Hussein verpasst an den Weltmeisterschaften in London im Final über 400 m Hürden eine Medaille deutlich. Der 28-jährige Thurgauer belegt bei misslichen Bedingungen den achten und letzten Platz.

Der 28-jährige Schweizer war als Aussenseiter ins Rennen gestiegen und konnte diese Rolle nicht abstreifen. Seine sieben Gegner sind in diesem Jahr alle schon schneller gelaufen und auch im Final im Olympiastadion war das so. Mit 50,07 Sekunden resultierte eine Zeit, die auch trotz misslicher Bedingungen nicht seinen Vorstellungen entsprach.

Auf Bahn 9 geriet der Thurgauer nach und nach ins Hintertreffen und konnte auch auf der Zielgeraden nichts mehr korrigieren. "Ich wollte bei 200 m das Rennen nochmals lancieren. Aber ich habe den Moment zum Agieren verpasst, ich kam nicht in den Flow", schilderte Hussein seine Eindrücke. "Ich hatte hier eine Chance, konnte sie aber nicht packen."

An der Spitze ereignete sich Bemerkenswertes. Zwei Europäer, also Konkurrenten von Hussein in Berlin 2018, hielten den Amerikaner Kerron Clement in Schach, der sein drittes WM-Gold nach 2007 und 2009 anpeilte. Der Amerikaner war vergangenen Sommer im dritten Anlauf zum ersten Mal Olympiasieger geworden. In London schloss er aber nie zu Schnellstarter Karsten Warholm auf. Der Norweger zog in 48,35 Sekunden durch und hielt auch den für die Türkei startenden Kubaner Yasmani Copello auf Distanz.

Der angehende Arzt Hussein, der seine Saisonbestzeit von 48,79 Sekunden vor gut einem Monat bei seinem Sieg an der Athletissima in Lausanne schaffte, lieferte im Olympiastadion im Queen Elizabeth Park im Nordosten Londons drei Läufe von unterschiedlicher Qualität ab. Nur mit viel Dusel hatte der EM-Dritte von Amsterdam 2016 im Vorlauf das vorzeitige Aus verhindert, ehe er dann im Halbfinal eine souveräne Vorstellung bot und damit zu seiner Final-Premiere an weltweiten Titelkämpfen kam.

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SDA-ATS