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Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat erstmals Gespräche zwischen den USA und den radikalislamischen Taliban bestätigt. Die Unterredungen hätten begonnen, sagte Karsai bei einer Jugendkonferenz am Samstag in Kabul.

Karsais Stellungnahme zu laufenden Verhandlungen mit den Taliban war die erste offizielle Bestätigung solcher Gespräche. Vertreter ausländischer Streitkräfte, insbesondere der USA, seien bei den Gesprächen führend, sagte er.

Den Verhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban liege jedoch noch keine bestimmte Agenda zugrunde, ergänzte Karsai. Zudem habe es auch noch keine direkten Treffen gegeben - es seien aber Kontakte hergestellt worden.

Die US-Botschaft in Kabul wollte sich zu den Aussagen Karsais nicht äussern. Die Taliban, die bis zu ihrem Sturz 2001 das Land mit eiserner Hand regiert hatten, bestritten bisher jegliche Verhandlungen. Sie verlangten als Vorbedingung den Abzug aller ausländischer Truppen.

UNO: Getrennte Sanktionslisten

Der UNO-Sicherheitsrat hatte zuvor mehr Flexibilität im Umgang mit den Taliban angedeutet. So kündigte er an, dass er in Zukunft getrennte Sanktionslisten für Mitglieder der Terrororganisation Al-Kaida und der afghanischen Taliban führen wird.

Sinn der Trennung ist nach Auskunft aus diplomatischen Kreisen, dass sie mehr Flexibilität bei der Streichung von Namen erlaubt. Schliesslich verfolgten die Taliban auch andere Ziele als Mitglieder von Al-Kaida und beschränkten sich im Gegensatz zu Al-Kaida auf Afghanistan und das angrenzende Pakistan.

Angriff auf Polizeistation in Kabul

Ungeachtet dessen setzten Extremisten ihre Angriffe auch am Wochenende fort. Ein Selbstmord-Kommando der Taliban griff eine Polizeistation in der Nähe eines belebten Marktes im Zentrum von Kabul an. Die vier Attentäter hätten Uniformen der afghanischen Armee getragen, sagte ein Sprecher der Polizei.

Nach Angaben des Innenministeriums kamen bei dem Anschlag mindestens neun Menschen ums Leben. Unter den Opfern seien drei Polizisten, ein Geheimagent sowie fünf Zivilisten. Mindestens zwölf Personen wurden verletzt.

Die Schiesserei im Inneren der Wache zog sich demnach über fast zwei Stunden hin. Hunderte Menschen wurden aus der Umgebung in Sicherheit gebracht.

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SDA-ATS