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Der Marroni-Markt befindet sich in der Krise. Die Erntemengen sind wegen des Gallwespen-Befalls in den Keller gesunken und was noch auf den Markt kommt, ist von geringer Qualität. Eine zweite, asiatische Wespenart soll die Marroni nun retten.

Gemäss Statistiken der Schweizerischen Zollverwaltung essen die Schweizerinnen und Schweizer jährlich rund 2000 Tonnen Kastanien. Dies geschieht meist in Form von Vermicelles. Ein anderer grosser Absatzkanal sind die Marronistände, die jeweils in den Wintermonaten im Freien aufgestellt werden.

Aber die Qualität ist nicht immer die beste. Rund ein Drittel der Kastanien, die 2013 im Kanton Solothurn geerntet wurden, enthielt Würmer, und rund 15 Prozent waren schimmlig, wie der "SonntagsBlick" mit Bezug auf den Jahresbericht des kantonalen Laboratoriums schreibt.

Um aus der Marroni-Krise herauszukommen hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, welche die Qualitätsanforderungen harmonisieren soll. Die Arbeitsgruppe besteht aus den Kantonschemikern, die für die Sicherheit der Nahrungsmittel zuständig sind. Erste Ergebnisse sollen für die Ernte 2016 bereit sein, sagte die Sprecherin des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) Sabina Helfer auf Anfrage.

Wespe mit Wespe vertreiben

Ein grosses Problem bildet die 2009 via Italien aus China "eingewanderte" Gallwespe. Die Kulturen in den Kantonen Tessin, Wallis und Waadt leiden seit Anfang 2010 am Befall. Im Tessin fiel der Ernteertrag zwischen 2006 und 2014 von 60 Tonnen auf mehrere 100 Kilo.

Das Gallwespen-Problem könnte einfach gelöst werden - mit einer anderen asiatischen Wespe, die sich "torymus sinensis" nennt und ein natürlicher Feind der Gallwespe darstellt. In der Schweiz ist der Einsatz noch nicht erlaubt, aber in Italien wird das Insekt erstmals eingesetzt, wie Kastanienspezialist Marco Conedera von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft zu Angaben der "NZZ am Sonntag" bestätigte.

Und auch diese Wespe querte die Grenze Richtung Norden - und schadet hierzulande bereits der Gallwespe. Kastanienbäumen nahe der italienischen Grenze dürfte es nächstes Jahr besser gehen, schätzt der Spezialist.

Doch Schweizer Kastanien werden nicht unbedingt zum direkten Konsum produziert. Aus ihrem Mehl werden Nudeln gemacht oder sie werden veredelt. Die gegrillten Marroni kommen meist aus dem Ausland.

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SDA-ATS