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Kein einzelner Serienmörder hinter Leichenfunden auf Long Island

Hinter den Leichenfunden auf der New Yorker Insel Long Island steckt nach neuen Erkenntnissen der Ermittler kein einzelner Serienmörder. Bis zu vier unterschiedliche Täter hätten die zehn Leichen auf dem Gewissen, teilte die US-Justiz am Dienstag mit.

"Mittlerweile ist deutlich geworden, dass die Gegend um Gilgo Beach für einige Zeit als Ablageplatz für sterbliche Überreste genutzt wurde", sagte Bezirksanwalt Thomas Spota. "So geschmacklos und beunruhigend dies auch ist, so gibt es keinen Beweis, dass alle Leichen das Werk eines Mörders sind."

Bei der Suche nach einer vermissten Prostituierten hatten die Ermittler seit Dezember entlang eines abgelegenen Strandabschnitts auf Long Island nach und nach Leichenteile gefunden. Die Vorstellung, dass ein Serienmörder in der beliebten Feriengegend sein Unwesen treibe, hatte in den noblen Strandgemeinden an der Atlantikküste für Angst und Schrecken gesorgt.

Wie die Justiz am Dienstag erklärte, konnten vier Leichen in Leinensäcken verschwundenen Prostituierten zugeordnet werden, die ihre Dienste über die Internetseite Craigslist angeboten hatten. Ausserdem seien Köpfe und Hände von zwei weiteren Frauen gefunden worden.

Eine von ihnen wurde den Angaben zufolge als Prostituierte identifiziert, deren Körperteile auch in einer anderen Gegend im Bundesstaat New York entdeckt worden waren. Bezirksanwalt Spota sagte, der Mörder sei "aussergewöhnliche Wege" gefahren, um seine Spuren zu verwischen.

Andere Leichenfunde könnten dagegen nicht dem Prostituierten-Killer zugeschrieben werden, sagte Spota. So hätten die Suchmannschaften die sterblichen Überreste eines weiblichen Kleinkindes und eines asiatisch aussehenden Mannes entdeckt.

Zwei weitere Leichen seien noch nicht identifiziert. Das Schicksal der Prostituierten Shannon Gilbert, deren Verschwinden am Anfang der Fahndung stand, ist den Angaben zufolge weiter ungeklärt.

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