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Domat/Ems - Die überschuldete Grosssägerei Mayr-Melnhof im bündnerischen Domat/Ems geht in das Konkursverfahren. Drei Wochen nach einer der grössten Firmenpleiten in der Geschichte des Kantons Graubündens ist noch kein Käufer für das Werk in Sicht.
Über der Sägerei war Mitte Dezember nach dreieinhalb Jahren der Konkurs eröffnet worden. 130 Angestellte verloren den Job. Das Parlament hatte einen Kantonsbeitrag von 6,75 Millionen Franken an den Bau eines Pelletswerks zur Neuausrichtung des Betriebs knapp abgelehnt, worauf die österreichischen Besitzer die Bilanz deponierten.
An der ersten Gläubigerversammlung am Freitag in Domat/Ems wurden Zahlen über die Verwertung der schweizweit grössten Sägerei bekannt. Der Liquidationswert wird auf 42 Millionen Franken beziffert, dem Schulden von 68 Millionen Franken gegenüberstehen. Hauptgläubigerin mit über 40 Millionen Franken ist die Erste Bank der Österreichischen Sparkassen AG.
An freien Aktiven stehen nur 4,4 Millionen Franken zur Verfügung. Davon werden zuerst die Lohnforderungen von derzeit 1,8 Millionen Franken bezahlt. Die ehemaligen Beschäftigten erhalten den gesetzlichen Teil des Lohnes seit der Konkurseröffnung von der Arbeitslosenversicherung.
Ein Dutzend InteressentenDie Konkursverwaltung hat nach eigenen Angaben bisher für rund ein Dutzend Interessenten Informationsveranstaltungen abgehalten. Es wurden Betriebsführungen durchgeführt und die Interessenten über betriebstechnische und betriebswirtschaftliche Fragen informiert. Ein konkretes Angebot liegt der Konkursverwaltung aber nicht vor.
Mit der Konkursabwicklung beauftragte die Gläubigerversammlung das Konkursamt des Bezirks Imboden mit Sitz in Trin. Nach Angaben von Amtschef Beat Caluori können Forderungen noch bis zum 24. Januar eingereicht werden. Das Konkursamt hatte von sich aus 293 Gläubiger angeschrieben. An der Versammlung am Freitag in Domat/Ems waren 126 Gläubiger anwesend.
Das Konkursamt erhielt von der Versammlung die Kompetenz, das Werk bei einem entsprechenden Angebot zu verkaufen. Zu welchem Preis ist offen und hängt vom Einverständnis der österreichischen Bank ab, der grössten Gläubigerin.
Findet sich kein Käufer, wird voraussichtlich im April oder Mai eine Versteigerung durchgeführt. Ob auch Lieferanten, die als Schuldner dritter Klasse gelten, Geld sehen werden, ist ungewiss.

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SDA-ATS