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Die Norwegerin Therese Johaug darf an den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang nicht an den Start gehen. Der CAS in Lausanne verlängerte die Sperre gegen den Langlauf-Star um fünf auf 18 Monate.

Norwegens Nationales Olympisches Komitee (NOK) hatte Johaug ursprünglich für 13 Monate gesperrt - rückwirkend ab dem 18. Oktober 2016. Damit konnte sie zwar nicht an den diesjährigen Weltmeisterschaften in Lahti teilnehmen, allerdings hätte sie bei diesem Strafmass in der kommenden Olympia-Saison kein einziges Weltcup-Rennen verpasst.

Jenes Urteil erachtete der Internationale Ski-Verband FIS als zu milde und ging beim CAS Anfang März in Berufung. Nun stellte dieser klar, dass er im Sinne der Gleichheit bei Dopingvergehen handeln musste - auch wenn Johaug in ihrer Karriere eine weisse Doping-Weste vorweisen könne. Der Welt-Anti-Doping-Code von 2015 sehe eine Sperre zwischen zwölf und 24 Monaten vor; in Johaugs Fall seien 18 Monate angemessen. Die je zweimalige Gesamtweltcup- und Tour-de-Ski-Siegerin wird nun auch im kommenden Winter keine Rennen bestreiten dürfen, denn ihre Sperre endet erst Mitte April 2018.

"Ich bin geschockt und am Boden zerstört. Ich hatte den Traum, an den Olympischen Spielen teilzunehmen und habe dafür viel trainiert. Ich kann die Strafe nicht verstehen und halte sie für unfair", sagte Johaug nach der Veröffentlichung des CAS-Entscheids. Ihre Karriere beenden will das Glamour-Girl gleichwohl nicht: "Ich habe gesagt, dass ich nicht aufgeben werde, und das meine ich immer noch. Ich werde wieder versuchen, oben auf dem Podest zu stehen."

Die siebenfache Weltmeisterin Johaug war im vergangenen September positiv auf das Steroid Clostebol getestet worden. Die verbotene Substanz war in der Lippensalbe Trofodermin enthalten, die der inzwischen zurückgetretene Mannschaftsarzt Fredrik Bendiksen der Langläuferin wegen eines Sonnenbrands in Italien besorgt hatte. Bei einer Anhörung Ende Januar vor einem Ausschuss des norwegischen NOK gab Johaug an, die Substanz unwissentlich eingenommen zu haben.

Sowohl das norwegische NOK als auch der CAS vertreten zwar die Auffassung, Johaug habe nicht vorsätzlich gegen die Dopingregeln verstossen. Dennoch müsse man ihr vorwerfen, das Medikament nicht vorher geprüft zu haben. Ein Doping-Warnhinweis hätte sogar auf der Verpackung der Salbe Trofodermin gestanden.

Johaug hatte im Winter vor ihrer Sperre im Langlauf-Weltcup quasi nach Belieben dominiert. Die Staffel-Olympiasiegerin von 2010 feierte 2015/16 nicht weniger als 17 Saisonsiege.

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SDA-ATS