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Die US-Klagen gegen Mitarbeiter der Credit Suisse deuten nach Einschätzung des amerikanischen Botschafters in Bern nicht auf einen systematischen Betrug seitens der Bank hin. Donald S. Beyer erwartet deshalb keinen mit der UBS-Affäre vergleichbaren Fall.

"Wir haben die Hoffnung und die Erwartung, das sich die Angelegenheit auf wenige Einzelpersonen beschränkt", sagte Beyer am Dienstag im Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung". Soweit er es beurteilen könne, habe die Credit Suisse über Strukturen verfügt, welche einen systematischen Betrug durch ihre Mitarbeiter verhinderten.

Anleger scheinen darüber beruhigt. Die Aktien der Credit Suisse haben am Dienstagmorgen jedenfalls in einem gehaltenen Markt überdurchschnittlich stark zugelegt. Nach 1000 Uhr standen die Aktien 1,2 Prozent im Plus bei 39,63 Franken. UBS verloren dagegen 1,8 Prozent. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI verlor 0,2 Prozent.

Im Februar war gegen drei ehemalige und ein noch bei der Grossbank beschäftigter Mitarbeiter vor einem Gericht im US-Bundesstaat Virginia Anklage erhoben worden. Ihnen wird vorgeworfen, für amerikanische Kunden Strategien zur Steuerhinterziehung vorbereitet zu haben. Die Bank selbst ist nicht Gegenstand der Ermittlungen.

"Die Befürchtungen waren gross, dass sich die Angelegenheit zu einer ernsteren Sache auswachsen könnte", sagte ein Händler und verwies auf die Grossbank UBS.

Der UBS hatten die amerikanischen Steuerbehörden vor zwei Jahren vorgeworfen, in grossem Stil amerikanischen Bürgern bei Steuerhinterziehung geholfen zu haben.

Die UBS musste schliesslich 2009 eine Busse von 780 Millionen Dollar zahlen und die Daten von mehr als 4000 amerikanischen Kunden herausgeben. Das Verfahren gegen die UBS ist abgeschlossen. Die US-Behörden ermitteln aber weiterhin gegen andere Banken.

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SDA-ATS