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Etwa 100'000 Schüler besuchen im Kanton Zürich Kurse in Heimatlicher Sprache und Kultur. (Archiv)

KEYSTONE/MELANIE DUCHENE

(sda-ats)

Die Zürcher Regierung sieht bei den Kursen in Heimatlicher Sprache (HSK) keinen Handlungsbedarf. Dies geht aus einer Beantwortung auf eine Anfrage hervor. Anlass zur Diskussion gab eine Theateraufführung von Kindern in der Ostschweiz.

Gemäss Medienberichten haben türkischstämmige Primarschulkinder im Frühling die Schlacht von Gallipoli nachgespielt. Die öffentliche Empörung war gross, denn das Stück wird offenbar oftmals von der türkischen Regierung als Symbol für den Sieg des Islams über den Westen gezeigt. Beteiligt an der Aufführung in Uttwil TG sollen vor allem Schüler aus einer HSK-Klasse gewesen sein.

Die Fragen drehten sich daraufhin vor allem um die politische Propaganda, die möglicherweise in der Aktion und den HSK-Angeboten steckt. Zwei St.Galler SVP-Kantonsräte verlangten in einer Motion Massnahmen gegen Staatspropaganda.

Auch im Kanton Zürich bewegte das Theater Politiker. Doch die Zürcher Regierung glättet nun die Wogen: Das Theaterstück sei gar nicht im Rahmen des HSK-Unterrichts gezeigt worden. Initiantinnen waren vier Mütter des türkischen Elternbeirats. Sie haben die Proben ausserhalb der Kurszeiten durchgeführt, in privaten Räumen. Die politische Tragweite der Aktion sei ihnen nicht bewusst gewesen. Sie hätten einfach eine traditionelle Aufführung aus ihrer Kindheit zeigen wollen.

Dies schreibt die Zürcher Regierung auf eine Anfrage von drei SVP- Kantonsräten, welche sich über den Einfluss der "islamistischen Kreise" sorgen und darum eine Anfrage stellten zu den HSK-Angeboten.

Im Kanton Zürich gibt es diese in 27 Sprachen. Rund 100'000 Schüler besuchen derzeit etwa 880 Kurse, wie die Regierung in ihrer Antwort schreibt. Die nachgefragtesten Kurse seien jene in Italienisch, Portugiesisch und Tamilisch.

Regelmässige Kontrollen

Angeboten werden die Kurse von neun Botschaften oder Generalkonsulaten sowie privaten Trägerschaften. Alle müssen ein Anerkennungsprozedere durchlaufen. Zudem müssen sie alle drei Jahre einen Bericht einreichen. Sporadisch machen die Behörden auch Kursbesuche. Zudem führt das Volksschulamt zwei Mal jährlich eine HSK-Konferenz durch.

Ziel dieser Treffen, an denen auch Vertreter der Pädagogischen Hochschule Zürich teilnehmen, sei unter anderem die Information und die Qualitätsentwicklung. Die Zürcher Regierung geht davon aus, dass die HSK-Kurse im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben durchgeführt werden. Alternative Modelle zu den HSK-Kursen seien nicht geplant.

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SDA-ATS