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Kevin Anderson steht nach der zweitlängsten Partie der Wimbledon-Geschichte im Final. Er gewinnt in 6:36 Stunden mit 26:24 im fünften Satz gegen John Isner.

Im Vergleich dazu war der Viertelfinal zwischen Anderson und Roger Federer (13:11 im fünften Satz in 4:14 Stunden) geradezu ein Spaziergang. Elfmal gegen Federer und 21 Mal gegen Isner hatte der 32-jährige Südafrikaner gegen den Verlust des Matches aufgeschlagen - und jedes Mal die Nerven bewahrt. Gegen den amerikanischen Riesen war er immer wieder nahe am Break. Bei 7:7, 10:10 und 17:17 konnte er insgesamt vier Breakbälle nicht nutzen, bei 24:24 half ihm dann Isner mit einem Rückhandfehler.

Anderson steht damit am Sonntag zum zweiten Mal nach dem US Open im letzten Jahr in einem Grand-Slam-Final. Der Gegner könnte wie in New York Rafael Nadal heissen. Der zweite Halbfinal zwischen dem Spanier und Novak Djokovic begann erst nach 20 Uhr Ortszeit, wegen der bald einbrechenden Dunkelheit bei geschlossenem Dach. Anderson ist der erste südafrikanische Wimbledonfinalist seit 97 Jahren.

Isner hat nun die beiden längsten Matches der Wimbledongeschichte bestritten. 2010 in der 1. Runde gegen Nicolas Mahut blieb er in 11:05 Stunden mit 70:68 siegreich, nun verlor er das zweitlängste Einzel bei einem Grand-Slam-Turnier. Breaks waren bei den beiden über 2 Meter grossen, starken Aufschlägern naturgemäss Mangelware. Die ersten drei Sätze wurden in Tiebreaks entschieden, auch weil Anderson zweimal gleich nach einem Break den Vorteil wieder aus den Händen gab. Erst nach dem 5:4 im vierten Satz konnte er ein Break bestätigen - und dann nach über sechseinhalb Stunden im fünften Durchgang noch einmal.

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SDA-ATS