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Kim Clijsters' frühe Niederlage

French Open - Die Anhänger von Frauentennis und Spannung kamen am fünften Turniertag des French Open auf ihre Rechnung.
Kim Clijsters schied nach klarer Führung aus, Maria Scharapowa schaffte ein unwahrscheinliches Comeback.
Am späteren Nachmittag schien das Turnier einen Stern zu verlieren, dafür stand ein anderer kurz vor der Geburt. Maria Scharapowa lag gegen die Französin Caroline Garcia (WTA 188) mit 3:6, 1:4 im Rückstand. Niemand wäre zu diesem Zeitpunkt auf die Idee gekommen, dass da die frisch gekürte Rom-Championne gegen die jüngste im Tableau verbliebene Spielerin (17 Jahre, 7 Monate) im Einsatz stand, welche noch nie zuvor gegen ein Mitgleid aus den Top 50 gespielt hatte.
Scharapowa kam mit dem starken Wind nicht zurecht und hatte eine gewaltige Streuung, Garcia trat hingegen so unbeschwert auf, wie sie dies vorher angekündigt hatte. Bis zu jenem Zeitpunkt wenigstens, dann erhielt der französische Begriff "montagne russe" eine andere, für Garcia bittere Dimension: Die "Achterbahnfahrt" bekam ihr schlecht, die massiv grössere Erfahrung von Scharapowa setzte sich durch, sie gewann die letzten elf Games und zog so den Kopf aus der Schlinge.
Die andere Wende hatte sich bereits am frühen Nachmittag ereignet. Nachdem die als Nummer 2 gesetzte Kim Clijsters gegen Arantxa Rus (WTA 114) 6:3, 5:2 geführt und dann zwei Matchbälle vergeben hatte, brach bei der Belgierin das Spiel völlig auseinander. Die Australian-Open-Siegerin, welche die gesamte Sandsaison aufgrund verschiedener Verletzungen verpasst hatte, reihte Fehler an Fehler, am Schluss notierten die Statistiker 65 unerzwungene Fehler. "Ich versuche zu verstehen, was passiert ist. Plötzlich ging einfach nichts mehr", erklärte Clijsters, die seit 2006 erstmals wieder in Paris spielte.
Die Fehlerorgie ihrer Gegnerin beim 3:6, 7:5, 6:1 soll die Leistung von Rus indes nicht schmälern. Die grossgewachsene und dünne Holländerin war einst die weltbeste Juniorin und konnte ihr Potenzial vornehmlich wegen Blessuren nicht abrufen. Viele Experten bescheinigen ihr grosse Möglichkeiten, zumal sie aus einem "gesunden Umfeld" kommt, sprich, ihre Eltern keinerlei Druck ausüben.

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