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Kinder graben neben SBB CEO Andreas Meyer, links, Ursula Wyss, Berner Gemeinderätin, und Barbara Egger-Jenzer, Regierungsrätin Kanton Bern, rechts, beim offiziellen Spatenstich zum Umbau des Bahnhofs Bern in einem Sandkasten. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Keystone/PETER KLAUNZER

(sda-ats)

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben am Samstag die Bauarbeiten für den Ausbau des Hauptbahnhofs Bern offiziell begonnen. Für einmal nicht Behörden, sondern Kinder führten den Spatenstich aus.

Der Moderator des Anlasses sagte vor den Besuchern des Anlasses auf Berns Grosser Schanze, Kinder symbolisierten die Zukunft. Deshalb kämen sie zum Zug beim Spatenstich für ein Projekt, das den Bahnknoten Bern in die Zukunft führe.

Die Schaufel für den Spatenstich erhielten die fünf bis siebenjährigen Pfadfinder des Corps Schwyzerstärn Bern von Prominenten, etwa von SBB-Chef Andreas Meyer und von Berns Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer.

Erste Bauarbeiten am Ausbau des Berner Bahnhofs haben bereits im Juli begonnen. Sie sollen bis zum Jahr 2025 dauern.

Neuer Tiefbahnhof, neue Unterführung

Der Ausbau des Bahnhofs Bern besteht aus zwei Teilen: Einerseits wird unter einem Teil der Geleise nach Zürcher Vorbild ein neuer, viergleisiger Tiefbahnhof für einen Teil des S-Bahn-Verkehrs gebaut.

Er wird dem Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) dienen, dessen Züge von Bern aus etwa in Richtung Solothurn, Ittigen und Worb fahren. Der heutige RBS-Tiefbahnhof im Nordosten des Berner Hauptbahnhofs platzt heute aus allen Nähten.

Anderseits wird im Hauptbahnhof Bern eine zweite, A-förmige "Personenunterführung Mitte" erstellt. Dies im Westen des Gebäudekomplexes. So gibts für die Nutzer des zweitgrössten Schweizer Bahnhofs mehr Platz. Ausserdem erhält der Berner Bahnhof an den Enden dieser neuen Personenunterführung zwei neue Zugänge.

Die Kosten schätzen die Verantwortlichen auf gegen eine Milliarde Franken. Auf den Spatenstich folgte ein Fest für die Bevölkerung. Geplant war etwa ein Auftritt des Berner Musikers und Komikers Müslüm. Auch Informationsstände zum Projekt waren aufgebaut.

Bauen auch mit Vereisungen

Beim Bau des unterirdischen RBS-Bahnhofs ist geplant, eine Technik anzuwenden, die kürzlich in Rastatt D für einen siebenwöchigen Streckenunterbruch führte: das Vereisen von lockerem Material für dessen Stabilisierung.

Geplant ist, ab zirka Ende 2018 westlich des Bahnhofs Terrain unter den Geleisen zu vereisen, um dort einen Zugangsstollen zur eigentlichen Baustelle betonieren zu können. Das sagte am Samstag am Rand des Anlasses RBS-Projektleiter Thomas Marti.

RBS-Direktor Fabian Schmid sagte, der RBS habe dem Bundesamt für Verkehr für diesen Projektteil ein Detailprojekt einreichen müssen. Auch sei der RBS mit den SBB am Besprechen, was getan werden müsste, wenn es zu Problemen käme.

Zu den Bauarbeiten in Rastatt, wo ein Tunnel quer unter der Rheintalstrecke hindurch gezogen werden sollte, gebe es in Bern "wesentliche Unterschiede", so Schmid. Insbesondere sei das Ausmass der geplanten Vereisung kleiner.

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SDA-ATS