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Mehr als 200 Millionen Menschen werden jedes Jahr von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Dürre, Erdbeben oder Stürmen schwer getroffen. Mindestens jedes zweite Opfer ist ein Kind, vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas und Asiens.

Dort treffen die oft klimabedingten Katastrophen die Jungen und Mädchen mit doppelter Wucht, weil sie ohnehin durch Mangelernährung und Krankheiten schon geschwächt sind. Das berichtete UNICEF (Köln) am Montag in seinem Bericht "Zur Lage der Kinder in Krisengebieten 2011". Kinder werden getötet, verletzt, verlieren Eltern und Obdach.

Schon 70 Prozent aller Katastrophen seien klimabedingt, schätzt das UNO-Kinderhilfswerk. Vor zehn Jahren seien es noch 50 Prozent gewesen. Deren Folgen machen erzielte Fortschritte - beim Kampf gegen die Kindersterblichkeit, bei Gesundheitsschutz und Schulbesuch - teilweise wieder zunichte.

UNO-Konferenz in Genf

Eine internationale Konferenz mit über 2000 Experten will ab diesem Dienstag in Genf über Schutzmassnahmen beraten. Als Antwort auf den Klimawandel müsse rechtzeitig in Katastrophenschutz investiert werden, forderte UNICEF.

Für seinen Bericht hatte UNICEF die Lebenssituation von Kindern in 32 Krisenländern und -regionen mit Schwerpunkt Afrika untersucht - und kommt zu dem dramatischen Ergebnis: "Am Horn von Afrika, in den Staaten der Sahelzone, aber auch in Ländern wie Pakistan, Afghanistan oder Haiti wachsen ganze Generationen von Kindern in einem permanenten Ausnahmezustand auf."

Die Organisation rief dazu auf, Kinder besser zu schützen und die Gemeinden in der bedrohten Regionen strategisch besser auf Notfälle vorzubereiten. Die Gefahr wachse weiter.

Immer mehr Kinder gefährdet

In den kommenden Jahren rechnet UNICEF schon mit jährlich 175 Millionen Jungen und Mädchen, die von den Folgen extremer Wetterphänomene betroffen sein werden. "Kinder in den Entwicklungsländern leiden am häufigsten und am härtesten unter den Folgen klimabedingter Katastrophen", sagte der Vorsitzende von UNICEF Deutschland, Jürgen Heraeus.

Die Zahl der Naturkatastrophen ist gewachsen: Waren es noch 250 pro Jahr in den 1990er Jahren, sind es im Durchschnitt schon fast 400 Fälle zwischen 2000 und 2008 gewesen.

Eine besonders drastische Krise verursachte Anfang 2010 das Erdbeben in Haiti mit 230'000 Toten sowie die Überschwemmung in Pakistan im Sommer 2010 mit allein acht Millionen betroffenen Kindern. Verschärfend kommen laut Bericht noch eine politisch unruhige oder gefährliche Lage in manchen Ländern hinzu.

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SDA-ATS