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Knapp ein halbes Jahr nach dem Blutbad in einem Kino in Aurora im US-Bundesstaat Colorado hat am Montag eine gerichtliche Anhörung dazu begonnen. Zum Auftakt schilderte ein Polizist, wie äusserst ruhig und entspannt der Amokläufer bei seiner Festnahme kurz nach der Tat gewesen sei.

"Es war, als ob es überhaupt keine normalen gefühlsmässigen Reaktionen bei ihm gebe", zitierte unter anderem die "Denver Post" Polizist Jason Oviatt im Zeugenstand. Er sei einfach nur dagestanden. "Er war nicht in Eile. Nicht erregt."

Die Aussagen im Gerichtssaal verfolgte der 25-Jährige dem TV-Sender CNN zufolge mit ausdruckslosem Gesicht. Er habe kein Wort gesagt - auch als ein weiterer Zeuge mit tränenerstickter Stimme die Blutlachen im Kino geschildert habe, hiess es.

Der Mann hatte im Juli während der Premiere eines "Batman"-Films das Feuer eröffnet und zwölf Menschen getötet und fast 80 verletzt. Er ist in mehr als 160 Punkten angeklagt, darunter Mord und versuchter Mord. Bei der mehrtägigen Anhörung soll entschieden werden, ob der Prozess gegen den 25-Jährigen eröffnet werden soll.

Dazu muss die Anklagevertretung erstmals die Beweise offenlegen, die sie gegen den Täter hat. Kern dabei ist die Frage, ob er zum Zeitpunkt der Tat zurechnungsfähig war und ob er in der Lage ist, dem Prozess zu folgen.

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SDA-ATS