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Im Aargau ist zum dritten Mal seit 1997 ein Marderhund entdeckt worden. Das in der Schweiz nicht heimische Kleinraubtier befand sich in Laufenburg AG am Rhein unter einem Auto. Die exotischen Marderhunde sind laut Fachleuten eine Konkurrenz für einheimische Tiere.

Das am 27. Januar gefundene männliche Jungtier musste wegen Verletzungen eingeschläfert werden, wie aus einer Mitteilung der Sektion Jagd und Fischerei des Kantons Aargau hervorgeht. Das Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin (FIWI) der Universität Bern untersucht nun das rund 60 Zentimeter lange Tier.

Marderhunde sehen so putzig aus wie Waschbären, gehören jedoch zur Tiergattung der Hunde. Marderhunde stammen ursprünglich aus Ostasien, China, Sibirien und Japan.

Das Kleinraubtier sei in der Schweiz exotisch und nehme einheimischen Tieren den Platz weg, sagte Jean-Marc Weber vom Schweizer Forschungsprojekt zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere (KORA) am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Konkurrenz für einheimische Tiere

"Das ist nicht gut für die Diversität, zum Beispiel für Vögel, die ihr Nest am Boden bauen", sagte Weber. Der Marderhund sei auch Träger von Krankheiten wie Tollwut. Natürliche Feinde habe das Raubtier in der Schweiz nicht viele. Feinde seien der Wolf, der Luchs und der Mensch.

Wegen des Pelzes war der Allesfresser in den Dreissigerjahren des vergangenen Jahrhunderts im europäischen Teil Russlands ausgesetzt worden. Von dort aus verbreitete er sich im Laufe der Jahrzehnte bis nach Westeuropa.

Wenn in der Schweiz so viele Marderhunde wie in Deutschland leben würden, so führte dies zu Problemen, hielt Weber fest. Die Marderhunde vermehrten sich stark. Ein Weibchen könne bis zu 19 Tiere pro Mal werfen.

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SDA-ATS