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Dutzende Angestellte eines Spitals in Neapel haben jahrelang systematisch blau gemacht. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Jahrelang haben fast einhundert Angestellte eines Spitals in Neapel systematisch blau gemacht. In zweijährigen Ermittlungen und mithilfe von versteckten Kameras kam die italienische Polizei einem ausgeklügelten System in der Klinik "Loreto Mare" auf die Spur.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, zogen einige wenige Mitarbeiter die Stechkarten von 94 Kollegen durch, die durch Abwesenheit glänzten. Allein zwei Sozialarbeiter hatten jeder 20 Stechkarten bei sich, die sie beim Eingang in die Lesemaschinen steckten.

Sicherheitshalber hielten sie telefonisch Kontakt mit den Abwesenden. Ein Arzt gab auf diese Art vor zu arbeiten und spielte stattdessen Tennis. Die Verdächtigen wurden wegen Betrugs vorläufig festgenommen. Insgesamt 55 Klinikmitarbeiter, darunter ein Neurologe, ein Gynäkologe, neun Röntgentechniker und 18 Pfleger wurden unter Hausarrest gestellt.

Gipfel der Dreistigkeit waren Schwänzer, deren Aufgabe es eigentlich war, die Präsenz der Mitarbeiter zu kontrollieren. Einer von ihnen ging stattdessen als Koch in einer nahegelegenen Herberge arbeiten.

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SDA-ATS