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Königliches Vergnügen verheisst die Ausstellung "Gottes Werk und Königs Beitrag", die heute im Basler Cartoonmuseum öffnet. Sie bilanziert 30 Jahre Comics von Ralf König, den man als Autor von "Der bewegte Mann" kennt. Heute nimmt er Religionen aufs Korn.

König zeichnet für Erwachsene. 1960 in Soest (D) geboren, begann er schon nach der Schreinerlehre zu zeichnen. Daran fand er Gefallen, und er studierte nach nachgeholtem Abitur freie Kunst. 1981 publizierte er erste, stilistisch experimentelle Comic-Bände, als sein Hauptthema Homosexualität noch gesellschaftlich tabu war.

Bald darauf tauchten die heute für König typischen knollennasigen Figuren auf in seinen pointierten, ironischen kurzen Bildergschichten, die an Claire Bretéchers "Les Frustrés" erinnern. Nach Berichten aus dem Alltag der homosexuellen Subkultur weitete sich seine Themenpalette allmählich, und er wagte sich an Längeres.

Religions-Erörterungen

1987 erschien Königs episches "Das Kondom des Grauens", eine Horrorgeschichte im Stil des Film Noir. Im selben Jahr folgte "Der bewegte Mann", das als erstes seiner Werke auch ausserhalb der Schwulenszene Anklang fand - es wurde 1994 verfilmt mit Til Schweiger und geriet so zu einem grossen deutschen Film-Hit.

Er interpretierte Klassiker wie Aristophnes' "Lysistrata" (1987) und Shakespeares "Jago" (1998) mutig neu. Auch davon sind in der Ausstellung Originalzeichnungen zu sehen. Mit seinem humor- und lustvollen Werk habe König viel dazu beigetragen, Vorurteile gegen Homosexuelle abzubauen und Einsichten zu vermitteln, lobt das Cartoonmuseum.

Königs Einsatz für eine liberale und lebensbejahende Gesellschaft hat ihn beim Streit um die Mohammed-Karikaturen 2005 bewogen, sich für Meinungsfreiheit zu engagieren. Seine jüngsten Werke drehen sich entsprechend entlarvend um Religion und Liebe - das aktuelle Thema hat denn auch der Basler Werkschau ihren Namen gegeben.

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SDA-ATS