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Bogotá - Die kolumbianische Armee hat nach eigenen Angaben den Militärchef der FARC-Rebellen, Jorge Briceño Suarez, getötet. Präsident Juan Manuel Santos sprach am Donnerstag vom "härtesten Schlag der Geschichte" gegen die linksgerichteten Rebellen.
Der auch als "Mono Jojoy" bekannte Rebell sei am frühen Morgen bei einem Gefecht getötet worden, sagte Generalstaatsanwalt Guillermo Mendoza im Radio. Die Leiche sei von der kolumbianischen Armee geborgen worden.
Medien berichteten unter Berufung auf Armeevertreter, der Stratege der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) sei bei einem Militäreinsatz in der Region Meta im Landesinnern ums Leben gekommen. Dabei seien auch etwa 20 weitere Rebellen getötet worden.
Der Tod von Mono Jojoy ist der schwerste Schlag gegen die FARC-Führung seit dem Tod zweier ranghoher Mitglieder 2008. Damals wurde das Führungsmitglied Raúl Reyes in Ecuador getötet. Ein zweiter Anführer, Iván Ríos, wurde in Caldas im Westen des Landes von einem FARC-Rebellen getötet, der damit ein Kopfgeld kassierte.
Mono Jojoy kämpfte schon seit 35 Jahren bei den FARC gegen den von konservativen Kräften dominierten kolumbianischen Staat und galt als einer der radikalsten und brutalsten Anführer. Die USA hatten für Informationen über Mono Jojoy eine Belohnung von bis zu fünf Millionen Dollar ausgesetzt.
"Symbol des Terrors"
Präsident Santos feierte den Erfolg der Armee am Rande der UNO-Vollversammlung. "Das Symbol des Terrors in Kolumbien ist gefallen", sagte er in New York. Die kolumbianische Armee hatte ihre Bemühungen in den vergangenen Monaten intensiviert, Briceño zu fassen. Anfang März war ein Höhlenkomplex entdeckt worden, in dem er sich nach Angaben eines Überläufers versteckt hielt.
Die USA sahen in dem Getöteten auch einen der Chef-Organisatoren des FARC-Drogenhandels, eine der Finanzquellen der bedeutendsten Guerilla-Organisation Kolumbiens. Ihr gehören nach Angaben der Regierung in Bogotá 7000 Kämpfer an, regierungsunabhängige Organisationen schätzen die Zahl der FARC-Kämpfer auf 10'000.
Die FARC war in den sechziger Jahren als Bauernarmee gegründet worden. Zeitweilig kontrollierte sie grosse Teile des Landes und bekämpfte die Regierung mit Bombenanschlägen und Entführungen.
Prominentestes Entführungsopfer der FARC war die Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt. Sie war bis zu ihrer Befreiung durch das Militär im Sommer 2008 sechseinhalb Jahre in der Gewalt der Guerilla-Organisation.

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SDA-ATS