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Der Maschinenhersteller Komax baut an seinem Standort in La Chaux-de-Fonds NE knapp ein Drittel der Stellen ab. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, müssen 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 150 gehen. Für sie ist eine Unterstützung vorgesehen.

Der Abbau ist Folge der schwierigen Geschäftslage. Schon 2014 habe der Neuenburger Produktionsbetrieb an der Frankenstärke gelitten. Daraus resultierten Kapazitätsüberschüsse, die auf dem Ergebnis der Medtech-Sparte von Komax lasteten.

Der Bestellungseingang verminderte sich 2014 auf gut 65 Millionen Franken nach 75 Millionen im Vorjahr. Die beiden anderen Medtech-Standorte in den USA und Malaysia liefen gut.

Da die Mehrheit der Kundschaft des Betriebs in La Chaux-de-Fonds im Euroraum Geschäfte macht, wird sich die Lage nach der Aufgabe des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank verschärfen, begründet Komax den Entscheid weiter. Hinzu kämen verzögerte Investitionsentscheide seitens der Kunden.

Deswegen und aus der der Einschätzung heraus, dass sich in La Chaux-de-Fonds die Umsatz- und Ertragsziele nicht verwirklichen lassen, entschloss sich die Komax-Führung zur Restrukturierung. Der Personalabbau soll so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden.

Verhandlungen mit Sozialpartnern

Wie Mediensprecher Marco Knuchel erklärte, begannen am Dienstag die bei Massenentlassungen gesetzlich vorgeschriebenen Konsultationen mit den Sozialpartnern. Die Verhandlungen sollen eine Woche dauern. Darin geht es auch um einen Sozialplan.

Komax biete Hilfe bei der Stellensuche, verlängerte Kündigungsfristen, Frühpensionierungen und Anstellungen an einem anderen Standort oder bei der Kabelmaschinensparte an, sagte Knuchel weiter.

Der Gesamtkonzern Komax beschäftigt weltweit rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 60 Ländern. Das Unternehmen mit Sitz in Dierikon LU bietet Kabelverarbeitungsmaschinen und Anlagen zum Zusammensetzen von Instrumenten zur Selbstmedikation an.

2014 steigerte Komax den Umsatz um über 11 Prozent auf 360 Millionen Franken. Dabei wuchs besonders die Kabelsparte, was Komax auf die gute Verfassung der Autoindustrie zurückführt. Auch andere Endabnehmer kauften fleissig. Weniger gut lief die Medtech-Abteilung.

Der neue Eurokurs könne mittelfristig kompensiert werden, teilte das Unternehmen bei Vorlage der Umsatzzahlen noch mit. Die Gewinnzahlen gibt Komax am 24. März bekannt.

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SDA-ATS