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La Muette, das Haus, in dem der Schriftsteller Charles-Ferdinand Ramuz seine letzten 17 Jahre verbrachte, soll in ein kleines Museum im ehemaligen Büro plus drei Mietwohnungen umgebaut. Ein Komitee von Fachleuten will aber den Lebens- und Arbeitsraum als Ganzes konservieren. (Archivbild)

Keystone/LEO DUPERREX

(sda-ats)

Das Haus La Muette in Pully VD, wo Charles-Ferdinand Ramuz von 1939 bis 1947 gelebt und gearbeitet hat, soll in ein Museum und drei Mietwohnungen umgebaut werden. Ein Komitee aus Fachleuten möchte aber den Lebens- und Arbeitsraum des Autors als Ganzes konservieren.

Mit einem Manifest reagiere das Komitee auf eine Antwort des Waadtländer Staatsrats auf eine Interpellation der Grünen, erklärte das Komiteemitglied Marianne Dyens auf Anfrage der sda. Sie bestätigte einen Bericht der Zeitung "24 Heures".

Die Regierung bekräftigte in ihrer Antwort den Entschluss, sich nicht in der Rettung der Muette zu engagieren: Das Projekt sei nicht von allgemeinem Interesse. Der Staatsrat überantwortet das Kulturerbe vollumfänglich der Urenkelin von Ramuz und der Gemeinde Pully.

Die beiden Parteien planen ein Museum mit einer Ausstellungsfläche von 100 Quadratmetern im früheren Büro des Autors. Ramuz' Wohnung im ersten Stock aber soll mit allem, was drin ist, unwiederbringlich aufgegeben werden, um neue Mietwohnungen zu bauen. Entsprechende Pläne sollen bald der Gemeinde Pully vorgelegt werden.

Das Komitee, in dem namhafte Experten sitzen wie Daniel Maggetti, der Herausgeber von Ramuz' Gesamtwerk, will in die Debatte miteinbezogen werden. Bisher sei alles heimlich abgelaufen, so Dyens. Seit dem Tod von Ramuz' Tochter 2012 habe es niemand für nötig befunden, alle Akteure um einen Tisch zu versammeln.

SDA-ATS

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