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Gedenken an die Märtyrer: Demonstranten in Tunis zeigen Fotos von Angehörigen, die während gewaltsamen Auseinandersetzungen getötet wurden.

KEYSTONE/EPA/MOHAMED MESSARA

(sda-ats)

In der tunesischen Hauptstadt Tunis haben Tausende Menschen den sechsten Jahrestag der Revolution gefeiert. Mit Konzerten und Kundgebungen erinnerten die Tunesier an die Flucht des langjährigen Diktators Zine el Abidine Ben Ali vor sechs Jahren.

Am Rande der Veranstaltung demonstrierten mehrere Gruppen unter anderem gegen die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes und für eine bessere Aufarbeitung der staatlichen Verbrechen während der Revolution. In den vergangenen Tagen war es vor allem in Zentraltunesien zu Ausschreitungen gekommen. Präsident Beji Caid Essebsi nahm am Samstag an den zentralen Feierlichkeiten in Gafsa teil.

Tunesien gilt als das Mutterland des "Arabischen Frühlings" und hat als einziges Land der arabischen Welt nach den Protesten bislang den Übergang zu einer parlamentarischen Demokratie geschafft. Allerdings kämpft das Land mit schweren wirtschaftlichen Problemen und einer hohen Arbeitslosigkeit und sieht sich von einer grossen Zahl gewaltbereiter Islamisten bedroht.

SDA-ATS

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