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Koreanerin als erste Frau auf allen 14 Achttausendern

Dieser Inhalt wurde am 27. April 2010 - 17:51 publiziert
(Keystone-SDA)

Seoul - Der Wettlauf ist entschieden: Die südkoreanische Bergsteigerin Oh Eun Sun hat als erste Frau der Welt alle 14 Achttausender erklommen. Der koreanische Fernsehsender KBS zeigte live die Ankunft der 44-Jährigen auf dem Gipfel des 8091 Meter hohen Annapurna.
Bei minus 29 Grad Celsius warf Oh mit einer Flagge Südkoreas in der Hand jubelnd ihre Arme in die Höhe und rief "Hurra!" und "Danke, danke!"
Neben Oh waren zuletzt zwei andere Frauen nahe dran am Rekord: Der 36-jährigen Spanierin Edurne Pasaban, die vor zehn Tagen auf dem Gipfel des Annapurna stand, fehlt nur noch der Shisha Pangma im Tibet.
Pasaban gratulierte gemäss der spanischen Zeitung "El Mundo" ihrer südkoreanischen Rivalin Oh. Die Baskin erneuerte aber zugleich ihre schon früher geäusserten Zweifel, ob die Südkoreanerin im vergangenen Jahr tatsächlich den Gipfel des Kangchendzönga erreicht hat.
Die 39-jährige Österreicherin Gerlinde Kaltenbrunner, die mit ihrem Mann, dem deutschen Rekordbergsteiger Ralf Dujmovits, im Schwarzwald lebt, stand auf zwölf der Bergriesen.
Momentan ist Gerlinde Kaltenbrunner am Mount Everest unterwegs, dem höchsten Berg der Welt. Auch der K2 fehlt Kaltenbrunner noch. Sie lehnte die Idee eines "Wettrennens" zwischen den drei Frauen stets vehement ab.
Ohs Rekordjagd ist umstritten, weil sie bei ihren Expeditionen einen gewaltigen logistischen Aufwand betreibt, sich das Material tragen lässt und in dünner Luft zusätzlichen Sauerstoff benutzt. Sie ist erst vor wenigen Jahren in die Elite der Extrembergsteiger vorgestossen.
In zehn Jahren bestieg sie fünf Achttausender, weitere acht soll sie dann innerhalb von knapp 15 Monaten geschafft haben. Im vergangenen Jahr nährte zudem ein unscharfes Gipfelfoto Zweifel, ob sie tatsächlich auf dem Kangchendzönga war. Mit Bilddokumenten müssen Alpinisten nachweisen, dass sie einen Berg bezwungen haben.

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