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Für Journalisten in Ägypten wird die Arbeit immer gefährlicher. Ausländische Reporter werden in Kairo verfolgt, angegriffen und verhaftet. Von einem Korrespondenten der Freiburger Zeitung "La Liberté" fehlt seit Mittwoch jede Spur.

Es gebe keine neuen Informationen zum Verbleib des Journalisten, der seit Sonntag in Kairo weilt, schrieb die Zeitung am Donnerstagabend auf ihrer Internetseite. Er habe am Mittwoch kurz seine Familie über die Verhaftung informieren können, seither sei er nicht mehr zu erreichen.

"La Liberté" hat die Schweizer Botschaft in Kairo, das Eidg. Departement für Auswärtige Angelegenheiten sowie Organisationen zum Schutz von Journalisten benachrichtigt.

Ein Korrespondent des Tessiner Radios und Fernsehens RSI wurde am Donnerstag angegriffen. Nach eigenen Schilderungen wurde er in der Nähe seines Hotels in Kairo von Sympathisanten von Husni Mubarak überfallen und verprügelt.

Sein Material hätten die Angreifer auf den Boden geworfen. Militärs hätten ihn befreit. Gemäss den Berichten wollte der Journalist Ägypten nach dem Angriff verlassen.

Ein belgischer Journalist, der unter anderem für die Westschweizer Zeitung "Le Temps" arbeitet, ist offenbar wieder freigelassen worden. Er war am Mittwochmittag im Zentrum von Kairo während einer Reportage von Männern in Zivil gekidnappt worden.

Flucht in die Botschaft

Der ZDF-Korrespondent Dietmar Ossenberg berichtete in der "heute"-Sendung, sein Team sei von "marodierenden Banden" bedroht und "beim Drehen behindert" worden. In Kairo werde "versucht, Berichterstattung mit aller Gewalt zu unterdrücken." Ossenberg sagte, er habe zusammen mit seinen Mitarbeitern in der deutschen Botschaft Zuflucht gesucht.

Auch sein ARD-Kollege Jörg Armbruster floh mit seinem Team in die Botschaft. "Die Mubarak-Anhänger verfolgen Journalisten bis ins Hotel", sagte er in einer "Brennpunkt"-Sendung am Donnerstagabend. Journalisten würden geschlagen und von Mitgliedern des ägyptischen Geheimdiensts unter Druck gesetzt.

"Diese Angriffe scheinen Racheakte gegen internationale Medien zu sein, die die Forderungen der Demonstranten nach einem Rücktritt von Präsident Husni Mubarak übermitteln", sagte der Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen (ROG), Jean-François Julliard, am Donnerstag.

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SDA-ATS