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Künftig müssen die Krankenkassen wieder jährlich 180 Franken an Brillen und Kontaktlinsen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre bezahlen. So war die Regelung bereits früher.

Auf Ende 2010 strich jedoch der damalige Gesundheitsminister Didier Burkhalter die Brillenvergütung. Burkhalter wollte damit die Grundversicherung um jährlich 40 Millionen Franken entlasten.

Dies stiess aber auf Widerstand. Eine Allianz von Konsumentenschützern, Patientenorganisationen und verschiedenen Fachverbänden forderte in einer Petition die Wiedereinführung des Brillenbeitrags. National- und Ständerat stimmten einer entsprechenden Motion zu.

Das Departement des Innern (EDI) hat eine entsprechende Verordnungsänderung nun auf den 1. Juli in Kraft gesetzt.

Folgeprobleme vermeiden

Gesundheitsminister Alain Berset kündigte bereits bei der Beratung des Vorstosses im Parlament an, dass er zur alten Regelung zurückkehren wolle. Werde Fehlsichtigkeit bei Kindern nicht korrigiert, entstünden Folgeprobleme und -kosten, erklärte Berset damals.

Das EDI verweist in seiner Mitteilung vom Donnerstag auf ein Gutachten. Dieses sei zum Schluss gekommen, dass die Korrektur einer Fehlsichtigkeit im Kindesalter der Behandlung einer Krankheit entspreche. Die meisten Sehfehler müssten im Kindesalter behandelt werden, um Verminderung der Sehschärfe zu vermeiden.

Offen war noch die Höhe der Leistung. Angesichts der gesunkenen Brillenpreise werde der Betrag wohl weniger hoch ausfallen als früher, hatte Berset im Februar gesagt. Nun müssen die Kassen aber gleich viel bezahlen wie früher.

Studien mit Protonen-Strahlentherapie

Das EDI hat weiter beschlossen, dass die Krankenkassen die Protonen-Strahlentherapie zur Behandlung gewisser Brustkrebserkrankungen unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen müssen.

Mit diesem Entscheid werde die gezielte und medizinisch gerechtfertigte Entwicklung dieser vielversprechenden Behandlung zulässig, schreibt das EDI. 20 Patientinnen und Patienten könnten nun im Rahmen einer Studie im Paul-Scherrer-Institut behandelt werden.

Nicht mehr bezahlen müssen die Krankenkassen hingegen die Störfeldtherapie oder Neuraltherapie nach Huneke. Die Schweizerische Ärztegesellschaft für Neuraltherapie habe ihren Antrag auf Kostenübernahme zurückgezogen, schreibt das EDI dazu.

SDA-ATS